Vorbereitungen vor einem Radrennen als Hobby-Fahrer*in

In Teil 1 des Ratgebers „Dein (erstes) Rennrad-Rennen“ hast Du die wiederkehrenden Fragen und Zweifel, ob der Teilnahme an einem Rennen geklärt. Nun geht es an die Vorbereitungen. Falls Du Dir noch unschlüssig bist – lies noch Die Teilnahme an einem Radrennen als Hobby-Fahrer*in planen.

Teil 2 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Du stehst vor der Frage, wenn ich teilnehme, was kommt auf mich zu und wie meistere ich das? Die folgenden Zeilen werden Dich dabei unterstützen.

Deine körperliche und mentale Vorbereitung

Suche Dir eine Trainingsgruppe oder Radpartnerinnen

In den großen Städten gibt es Frauen-Gruppen, die sich zusammenfinden, um gemeinsam zu fahren. Teilweise organisiert von Fahrradhändlern, Bike Guides oder von beherzten Frauen, die selbstorganisierte Gruppen starten. Im ländlichen Bereich ist es meist schwieriger Radpartnerinnen zu finden. Trage dich in der BIKESISTERS Radpartnerinnen Börse ein. Vielleicht findest du eine Radpartnerin in deiner Nähe.

Baue Selbstvertrauen auf

Je länger Du mit dem Rennrad unterwegs bist, desto sicherer wirst Du. Jedes Jahr steigt Dein Selbstvertrauen, die Freude an den sicht- und spürbaren Ergebnissen. Wenn Du Dich im ersten Rennradjahr noch nicht traust an einem Rennen teilzunehmen, dann mache es im nächsten Jahr. Du solltest in jedem Fall ein sicheres Gefühl beim Rennradfahren haben.

Schließe eine Vereinbarung mit Dir selbst

Als ich vor 10 Jahren aus gesundheitlichen Gründen intensiver Radfahren wollte, war meine Motivation nicht so verinnerlicht wie jetzt. Ich musste mich damals wirklich überwinden, mich auf das Rad zu setzen. Du kennst das: Du willst Dich bewegen, aber am Sofa ist es doch so gemütlich und draußen sieht es nach Regen aus.

2006 bin ich mein erstes Mountainbike Rennen gefahren. Ich war so nervös und wollte um alles in der Welt nicht Letzte werden. Daher war das Radrennen mein Anlaß regelmäßig Mountainbiken zu gehen. Jahrelang habe ich mindestens ein Mountainbike Rennen im Jahr absolviert, damit ich einen zwingenden Grund (den abschreckenden letzten Platz) hatte, zu trainieren. Mittlerweile macht mir Radfahren soviel Spaß, dass ich diesen äußeren Zwang nicht mehr benötige. Ein Rennen ist aber immer noch Herausforderung, Trainingsgrund und eine willkommene Abwechslung.

Sieh dir die Ausschreibung an

Meistens gibt es eine kurze und eine längere Strecke. Du weißt am besten selbst, welche Strecke Du Dir zutraust. Und nun stecke Dein Ziel ein wenig höher. Vergiß nicht die Höhenmeter der Strecke zu checken. Es ist ein Riesenunterschied, ob Du in Berlin beim Velothon die 117 km Strecke mit 280 Höhenmetern fährst oder die 103 km Strecke beim Eddy Merckx Classic in Salzburg mit rund 1.400 Höhenmeter. Wenn Du jede Woche Runden um die 40 km fährst, kannst Du leicht an einem 60 km Rennen teilnehmen. Orientiere Dich an der Durchschnittsgeschwindigkeit, die Du üblicherweise mit leichter Anstrengung fahren kannst. Wenn Deine weiteste Strecke bisher 80 km waren und Du diese ohne gröbere Schwierigkeiten bewältigst, kannst Du leicht ein 100 km Rennen fahren. Wie gesagt, nicht vergessen die Höhenmeter in Deine Überlegungen einzubeziehen.

Das geforderte Mindesttempo

In der Ausschreibung findest du auch den minimalen Geschwindigkeitsschnitt, den du fahren musst. Lass dich nicht zu sehr davon beeindrucken. Bei meinem ersten Rennen war ich unsicher, ob ich den geforderten Schnitt von 26 km/h über 117 km schaffen würde. Mir war wirklich bang, denn die Langsamen, die diesen Schnitt nicht schaffen, werden aus dem Rennen genommen. Ich war allein unterwegs, d.h. ich wusste nicht, ob ich dann auch wieder zurückfinden würde. Daher habe ich mir in der Vorbereitung den GPX Track auf mein Smartphone gespielt, damit ich zur Not nach Hause finde. In einer guten Gruppe bin ich dann 32,6 km/h im Schnitt gefahren. Viel schneller als ich dachte. Grundsätzlich war ich mir aber sicher, dass ich die 26 km/h im Schnitt schaffen könnte. Doch wenn viel Wind gewesen wäre, dann auch….? Ein bisschen Unsicherheit bleibt immer. Aber das ist auch das Spannende an einer Rennteilnahme.

Geht oder ging es dir ähnlich? Was sind deine Erfahrungen?

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