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Radfahren, Relaxen und das Leben genießen – Wochenende in der Südsteiermark

Manchmal schreit eine kleine, laute Stimme in mir: Abwechslung! Ich will mal was anderes sehen! Lass uns fortfahren und etwas Neues erleben! So war es auch diesmal. Also begab ich mich auf die Suche nach dem optimalen Platz für ein erholsames Wochenende samt Ruhe und schöner Fahrradtour. Falls sich das Wetter wie so oft in diesem Frühling von der nasskalten Seite zeigt, brauchte ich eine Alternative wie ein Schwimmbad oder eine Therme.

Bei Therme denke ich immer an die Route von Wien nach Graz. Diese ist gesäumt von Thermalbädern samt Hotels. Auf sowas Großes hatte ich keine Lust. Irgendwie bin ich dann bei meiner Internetrecherche über das Thema Wein und die Therme Loipersdorf auf das Weingarten-Resort Unterlamm gestoßen. Die Fotos hatten mich sofort angesprochen.

Die Webseite versprach, dass man hier nicht nur in zahlreiche Thermen gehen könnte, sondern auch, dass die Gegend ideal zum Radfahren ist. Also packte ich mein Rad und meine Siebensachen und überzeugte meine Freundin, dass ein Besuch dort doch einen Versuch Wert wäre.

So kamen wir an einem verregneten Freitag nachmittag in der Südsteiermark an. Das Wetter sollte am Samstag schön und am Sonntag wieder regnerisch sein. Daher planten wir für Samstag eine Rennrad-Tour und für Sonntag den Thermenbesuch. Zuerst machten wir es uns auf der Terrasse bequem und entspannten uns abends im privaten Whirlpool. In einigen der anderen Weinhäuser gibt es Infrarotkabinen. Abendessen kann man in vielen umliegenden Buschenschanken oder privat im eigenen Weinhaus mit Lieferservice durch den Hausherrn.

Am Samstag früh wurde uns das Frühstück zum Haus geliefert. Wir konnten im Vorfeld zwischen Frühstück „pikant“ (Schinken, Käse, Rohkost, etc.) und „süß“ (Marmelade, Honig, etc.) wählen. Erwähnenswert neben der hervorragenden Qualität der einzelnen Speisen direkt aus der Region, auch die Wahl der nachhaltigen Verpackungen in Form von Korb, Jutesäckchen, Einweckgläsern, Butterpapier und Glasflaschen.

Das Wetter war wie vorhergesagt sonnig und mild und wir konnten auf der Terrasse frühstücken und die Fahrradtour besprechen. Laut GPS Track führt die „Riegersburg Tour“ direkt am Weingarten-Resort vorbei. Das heisst wir starteten direkt von der Unterkunft weg.

Die „Riegersburg Tour“ ist etwa 48km lang und hat rund 600 Höhenmeter. Sie verläuft zum größten Teil auf schmalen Nebenstraßen mit wenig Autoverkehr. Manche Teilstücke verlaufen auf Straßen mit mehr Verkehr. Der Großteil der Strecke ist jedoch fast autofrei und traumhaft schön.

Zwischen Feldern, durch kleine Wälder und an der imposanten Riegersburg vorbei. Die 600 Höhenmeter sind teilweise sehr knackig, dafür aber nicht allzu lang. Wer, wie ich kurze steile Stellen im Gegenzug zu langezogenen Auffahrten mag, wird die Strecke mögen. Es ist eine der schönsten Touren, die ich je gefahren bin. Kurz habe ich überlegt sie alleine ein zweites Mal zu fahren. Aber das wäre dann doch übertrieben gewesen.

Meine Begleiterin hat so manche Stelle zu Fuß zurückgelegt und trotzdem nicht den Spaß an der Tour verloren. Daher eine Anmerkung für weniger sportliche RadfahrerInnen: es ist an manchen Stellen wirklich steil. Doch mit Absteigen und gemütlich schieben, ist jeder Hügel zu schaffen. Es zahlt sich aus.

Im Weingarten-Resort wieder angekommen ging es nach einer kurzen Dusche wieder ins warme Whirlpool, um die Muskeln zu entspannen. Danach noch die letzten Sonnenstrahlen bei Kaffee und Jause auf der Terrasse genossen, bevor Wind und Wolken den wieder bevorstehenden Regen ankündigten.

Am Sonntag wurde nochmals ausgiebig gefrühstückt, bevor wir um 11 Uhr auscheckten und uns auf den Weg in das Schaffelbad der Therme Loipersdorf machten.

Müsste ich eine Bewertung abgeben, würde ich dem Weingarten-Resort fünf von fünf Sternen geben. Die Anlage ist innen und außen architektonisch sehr ansprechend, das Frühstück schmeckt ausgezeichnet und Service und Freundlichkeit lassen keine Wünsche offen.

[Anzeige] Hinweis: Die Unterkunft wurde uns freundlicherweise unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Dies beeinflußt meinen Bericht jedoch in keinster Weise.

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Unterwegs Urlaub mit dem Rad

Fahrrad Transport im Flugzeug – Fahrrad Koffer oder Bike Tasche?

Du willst dein Fahrrad für den Flug verpacken und fragst dich, ob ein Fahrrad Koffer die beste und sicherste Alternative ist? Ich habe drei Fahrrad Transport Möglichkeiten verglichen.

Die günstigste Fahrrad Verpackung für den Flug

Die bei weitem günstigste Alternative ist ein Fahrrad-Karton*. Dieser schützt, wenn das Rad innen gut verpackt ist, genauso vor Transportschäden. Ich habe mein Mountainbike in so einem Karton auf meiner Südafrika Reise mitgehabt. Nach zwei Flügen war der Karton zwar leicht angeknackst, aber bei einem Preis von cirka 15.- Euro ist das zu verkraften. Dies ist also die günstigste Methode das Fahrrad im Flugzeug zu transportieren. Ganz schlaue Sparfüchse gehen zum nächsten Fahrradhändler und fragen, ob sie einen der leeren Kartons haben können. Meist sind die Händler froh, weil sie dadurch weniger Altpapier entsorgen müssen.

Gründe für einen Fahrrad Koffer

Ich habe mich trotzdem für die teurere Alternative des Fahrrad Koffers entschieden. Erstens aus Komfortgründen, ich bin schlichtweg zu faul jedesmal zum Fahrradhändler zu gehen und den Karton mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu transportieren. Zweitens, weil ich oft alleine reise. Das heisst, ich muss sowohl das Rad und gleichzeitig mein anderes Gepäck manövrieren. Da ich nur zwei Hände besitze, ist der Transport im Karton unmöglich, denn dieser muss getragen werden. Die Koffer von Thule* und Evoc* haben Rollen, diese kann ich wie meinen anderen Koffer neben mir herziehen.

Den Thule Koffer finde ich praktisch, weil ein Fahrrad Montageständer integriert ist. Das ist eine große Hilfe beim Verpacken und Wiederaufbauen des Fahrrads. Ich habe mich aber dennoch für die Evoc Bike Travel Bag Fahrradtasche entschieden - aus drei Gründen:

  1. Gewicht: die Evoc Tasche ist leichter als die Thule, das ist bei Flugreisen wichtig
  2. Preis: die Evoc ist günstiger als der Thule Fahrrad-Koffer
  3. Montage: Der Montageständer ist bequem aber zum Auf- und Abbau des Rades nicht zwingend notwendig

Bei der Evoc Bike Travel Bag gibt es wiederum die Standard Ausführung und die Pro Version. Der Unterschied ist, dass

  • die Pro Ausführung ein wenig leichter ist als die Standard Tasche
  • bei der Evoc Pro ist der Rennrad Gabeladapter und das Frame Pad (zum Befestigen des Lenkers am Rahmen) inklusive
  • die Pro ist eine Spur größer als der Standard Koffer. Maximaler Radstand: 124 cm zu 122 cm.
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Evoc Bike Travel Bag Pro Lieferung

Größe der Lieferung Evoc Bike Travel Bag Unpacking

Inhalt Evo Bike Travel Bag Pro

Hast du schon mal dein Rad im Flieger transportiert? Wie sind deine Erfahrungen damit?

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Unterwegs Urlaub mit dem Rad

Das Rad für den Transport im Flugzeug richtig packen

Hier werden mehrere tausend Euro „fachgerecht“ transportiert. Mein Herz blieb fast stehen vor Schreck. Die ganze Fahrt über war ich angespannt und habe nicht gewagt nach hinten zu sehen. Doch – alles ist gut gegangen. Auch im Flugzeug.

Das eigene Rad in den Urlaub mitnehmen ist anfangs eine logistische Herausforderung. Wie transportiere ich das Fahrrad im Flugzeug, welche Verpackung ist die sicherste und wie verstaue ich das Rennrad oder Mountainbike richtig für den Flieger?

Ist die Frage nach der Fahrrad im Flugzeug Transportmöglichkeit ergo Tasche mal geklärt, geht es ans Einpacken und Demontieren des Fahrrads. Meist müssen beide Räder und die Pedale abmontiert werden.

Werkzeug für das Packen des Rads

Dazu benötigst Du einen Pedalschlüssel oder einen 15mm Inbusschlüssel. Für das Herunternehmen des Lenkers und das Absenken des Sattels brauchst du ebenfalls den passenden Inbusschlüssel. Mehr Werkzeug brauchst Du beim Rennrad packen nicht. Im Prinzip funktioniert das Fahrrad verpacken beim Mountainbike genauso wie beim Rennrad, allerdings solltest du zusätzlich die Dämpferpumpe miteinpacken.

In diesem Video verpacke ich das Rennrad für eine Flugreise. Früher dachte ich, dass die Luft aus den Reifen und Dämpfern abgelassen werden muss, aber das hat sich als falsch herausgestellt.

Untertitel aktivieren oder hier mitlesen

  • Die Pedale abmontieren: auf beiden Seiten ist immer nach hinten also in Richtung des Hinterrades zu öffnen.
  • Ich verpacke die Pedale in getrennte Tüten, dann weiß ich beim Zusammenbauen schneller, welches rechts und links ist.
  • Beim Sattel reicht es meist, dass er ganz nach unten gestellt wird.
  • Falls der Rahmen zu groß ist oder die Sattelstütze zu lang, musst du ihn ganz abnehmen.
  • Vorderrad abnehmen. Zuerst die Bremse öffnen, dann den Schnellspanner öffnen.
  • Das Hinterrad abmontieren.
  • Zuerst die Kette hinten auf das äußerste Ritzel bringen. Dann lässt sich das Rad leichter aus- und wieder einbauen.
  • Schnellspanner öffnen. Bremse öffnen.
  • Schaltwerk nach hinten ziehen und Rad herausnehmen.
  • Wer keinen Montageständer hat, sucht etwas zum Unterlegen.
  • Lenker abmontieren. Nur den Lenker abnehmen, nicht die Gabel öffnen.
  • Mit dem Frame Pad den Lenker am Rahmen befestigen. Am besten bevor man das Rad in den Koffer gibt 😉
  • Gabel in den Road Bike Adapter stecken.
  • Rad im Koffer befestigen.
  • Zum Schutz des Rahmens Rohrisolationsmaterial verwenden (gibt es im Baumarkt).
  • Schnellspanner aus den Laufrädern nehmen.
  • Laufräder einpacken.

…und finito. Auf gehts!

Ich hatte bisher Glück weder ging der Fahrrad Koffer verloren noch wurde etwas beschädigt.