Beim Radrennen anmelden und die Teilnahme organisieren

Super! Du hast dich entschieden an einem Radrennen teilzunehmen. Gratuliere! Jetzt geht es zur Anmeldung und den organisatorischen Vorbereitungen. In diesem Artikel habe ich die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Teil 3 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Organisatorische Vorbereitungen

Anmeldung zum Rennen

Startest Du alleine oder im Team? Du musst schon bei der online Anmeldung angeben, in welchem Team Du fährst. Manchmal gibt es Vergünstigungen für die 2. oder 3. Teilnehmerin, also wenn Du eine Freundin motivieren kannst mitzufahren, wird die Anmeldung günstiger.
Oft musst Du Deinen erwarteten Schnitt oder Deine geschätzte Fahrzeit angeben, damit wird Dir Dein Startblock zugewiesen. Wenn es angeboten wird, wähle ich immer aus diesen Gründen den Frauenstartblock.

Training

Nun ist es an der Zeit, Dich körperlich auf das Rennen vorzubereiten. Sieh‘ Dir die Strecke auf der Karte an, wenn Du in der Nähe wohnst, fahre Teilstrecken davon oder sogar die ganze Runde. Nachdem ich nicht fahre, um zu gewinnen – ist auch völlig unrealistisch 😉 – sind meine Ziele: besser als beim letzten Rennen zu sein, das Rennen und die Action darum herum zu genießen sowie und – das vor allem: gesund ins Ziel zu kommen. Ich habe ein paar Stürze bei Rennen gesehen und möchte nie in einen hineingeraten. Darum halte ich mich von besonders ehrgeizigen Personen fern und bremse lieber einmal zuviel als zu wenig.

Fahrrad checken

Ist das Rad in Ordnung? Läuft die Schaltung gut, sind die Bremsen in Ordnung? Wenn nicht, rechtzeitig zur Werkstatt damit.

Ein paar Tage vor dem Rennen

Leicht nervös werden.
Das GPX File auf Google Maps studieren – wo sind die Anstiege, wo die Verpflegungsstellen – einfach um die Strecke und Länge einschätzen zu können. Wer ein Navi besitzt, sollte den GPX Track auf das eigene Gerät oder das Smartphone übertragen. Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand während eines Rennens falsch abbiegt und nicht mehr zur Strecke zurückfindet. Oder Du hast eine Panne – dann bringt Dich der Track wieder zurück.

Die Wettervorhersage checken, je nachdem – bei Schönwetter: Dich freuen oder bei Regen und Windböen: in Panik verfallen 😉 Nein, meistens wird das Wetter besser als vorhergesagt. Zumindest rede ich mir das ein. Je nach Wetterlage und Jahreszeit Kleidung bereitlegen. Nicht vergessen: wer nicht über mehrere renntaugliche Trikots verfügt, rechtzeitig Wäschewaschen planen. Mit nasser Hose fährt es sich nicht so gut.

Ansehen, wo sich die Akkreditierung, die Umkleiden und die Duschen befinden. Wo sind die Startblöcke, wie lange brauchst Du von zu Hause oder Deinem Hotel zum Startblock.

Teilnahmebestätigung ausdrucken
Auch in Zeiten des Internets wollen viele Veranstalter die Teilnahmebestätigung ausgedruckt und deinen Personalausweis sehen.
Bei Strecken mit vielen Steigungen, Höhenprofil ausdrucken.

Anreise von auswärts

Bitte checke vor der Hotelbuchung, ob Du das Rad ins Zimmer mitnehmen darfst oder nicht. Ich habe schon sehr rigorose Hotels erlebt, die es absolut untersagen, das Rad ins Zimmer zu nehmen. Allerdings werde ich dort auch sicher nicht mehr nächtigen. Unbedingt ein Schloss mitnehmen, damit Du Dein Lieblingsteil absperren kannst.

Lappen, Tuch zum Abwischen des Rads, falls es Regen gibt. Das Tuch kann man auch nutzen, um es in die Klemme des Fahrradträgers (am Bus oder Auto) zu stecken, damit der Rahmen nicht zerkratzt wird.

Fahrradpumpe mit der Du acht Bar (soviel habe ich in den Rennrad Reifen) einpumpen kannst einpacken oder falls das nicht möglich ist: meistens gibt es Servicestationen am Start, wo Du Luft in Deine Reifen pumpen kannst. In Hamburg musste ich leider im Kreis herumfahren, weil die Servicestation nicht dort war, wo sie geplant war. Das stresst unnötig.

Am Tag vor dem Rennen

Nervös sein.
Mit Teilnahmebestätigung und Ausweis zur Akkreditierung gehen und das Start Paket abholen. Darin befinden sich neben Werbegeschenken wie Trinkflaschen u.ä., der Transponder und die Startnummer. Zur Befestigung werden Kabelbinder und Sicherheitsnadeln beigelegt.
Das Trikot mit der Startnummer am Rücken versehen. Transponder mit Kabelbindern am Lenker montieren. Abstehende Teile der Kabelbinder kann man abzwicken.
Wenn notwendig, das Höhenprofil gut sichtbar auf das Rad kleben. Für Leute mit Lesebrille – groß ausdrucken 😉
Reifen und Luft kontrollieren. Bremsen kontrollieren. Ersatzschlauch und kl. Werkzeug einpacken.
Navigationsgerät/Pulsmesser, Handy und eventuell Actioncam aufladen.

Verpflegung

Bei den Rennen gibt es in den meisten Fälle mindestens eine Verpflegungsstelle, bei Strecken über 100 km auch mehrere. Dort bekommst Du üblicherweise isotonische Getränke zum Nachfüllen, Wasser, Bananen, manchmal Kuchen.

Direkt vor dem Rennen

Noch nervöser sein.

Getränkeflaschen mit isotonischem Getränk befüllen. Luft in die Reifen pumpen. Energieriegel vor dem Start öffnen (keine Fummelei während des Rennens) und in den Trikottaschen verstauen. Rechtzeitig in den Startblock stellen. Starten.

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