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Fitness & Ausrüstung Radfahren Zubehör

Nie wieder kalte Füße und Hände beim Radfahren

"Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Ausrüstung." Wer auch immer das gesagt hat, es stimmt. Das Wichtigste neben dem eigenen Willen der Kälte zu trotzen, ist die passende Fahrrad Bekleidung.

Für warme Füße und Zehen

Socken aus Merinowolle, dicke Überzieher oder Fahrrad-Winterschuhe (z.B fürs Rennrad die Shimano SH-RW80). Das ist Manchen schon genug als Kälteschutz. Wer immer noch kalte Zehen und Füße bekommt, kann es mit den Fußwärme Einlagen probieren. Diese halten ein paar Stunden warm.

Für warme Finger und Hände

Je nach Kälteempfindlichkeit gibt es verschiedene Methoden. Ein Tipp ist Merino Unterziehhandschuhe zu verwenden. Die erhöhen den Schutz um 4-6 Grad. Darüber kann man Schihandschuhe mit herausnehmbaren Innenhandschuhen oder Winterradhandschuhe ziehen. Andere verwenden Taucherhandschuhe anstelle von Radhandschuhen.

Bei minus 10-20 Grad werden diese Teile die Hände und Füße auch nicht ewig warm halten. Aber für eine kurze knackige Runde beim Mountainbiken oder Cyclocrossen sollte es genügen.

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Hinweise

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Unterwegs Urlaub mit dem Rad

Fahrrad Transport im Flugzeug – Fahrrad Koffer oder Bike Tasche?

Du willst dein Fahrrad für den Flug verpacken und fragst dich, ob ein Fahrrad Koffer die beste und sicherste Alternative ist? Ich habe drei Fahrrad Transport Möglichkeiten verglichen.

Die günstigste Fahrrad Verpackung für den Flug

Die bei weitem günstigste Alternative ist ein Fahrrad-Karton*. Dieser schützt, wenn das Rad innen gut verpackt ist, genauso vor Transportschäden. Ich habe mein Mountainbike in so einem Karton auf meiner Südafrika Reise mitgehabt. Nach zwei Flügen war der Karton zwar leicht angeknackst, aber bei einem Preis von cirka 15.- Euro ist das zu verkraften. Dies ist also die günstigste Methode das Fahrrad im Flugzeug zu transportieren. Ganz schlaue Sparfüchse gehen zum nächsten Fahrradhändler und fragen, ob sie einen der leeren Kartons haben können. Meist sind die Händler froh, weil sie dadurch weniger Altpapier entsorgen müssen.

Gründe für einen Fahrrad Koffer

Ich habe mich trotzdem für die teurere Alternative des Fahrrad Koffers entschieden. Erstens aus Komfortgründen, ich bin schlichtweg zu faul jedesmal zum Fahrradhändler zu gehen und den Karton mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu transportieren. Zweitens, weil ich oft alleine reise. Das heisst, ich muss sowohl das Rad und gleichzeitig mein anderes Gepäck manövrieren. Da ich nur zwei Hände besitze, ist der Transport im Karton unmöglich, denn dieser muss getragen werden. Die Koffer von Thule* und Evoc* haben Rollen, diese kann ich wie meinen anderen Koffer neben mir herziehen.

Den Thule Koffer finde ich praktisch, weil ein Fahrrad Montageständer integriert ist. Das ist eine große Hilfe beim Verpacken und Wiederaufbauen des Fahrrads. Ich habe mich aber dennoch für die Evoc Bike Travel Bag Fahrradtasche entschieden - aus drei Gründen:

  1. Gewicht: die Evoc Tasche ist leichter als die Thule, das ist bei Flugreisen wichtig
  2. Preis: die Evoc ist günstiger als der Thule Fahrrad-Koffer
  3. Montage: Der Montageständer ist bequem aber zum Auf- und Abbau des Rades nicht zwingend notwendig

Bei der Evoc Bike Travel Bag gibt es wiederum die Standard Ausführung und die Pro Version. Der Unterschied ist, dass

  • die Pro Ausführung ein wenig leichter ist als die Standard Tasche
  • bei der Evoc Pro ist der Rennrad Gabeladapter und das Frame Pad (zum Befestigen des Lenkers am Rahmen) inklusive
  • die Pro ist eine Spur größer als der Standard Koffer. Maximaler Radstand: 124 cm zu 122 cm.
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Evoc Bike Travel Bag Pro Lieferung

Größe der Lieferung Evoc Bike Travel Bag Unpacking

Inhalt Evo Bike Travel Bag Pro

Hast du schon mal dein Rad im Flieger transportiert? Wie sind deine Erfahrungen damit?

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Unterwegs Urlaub mit dem Rad

Das Rad für den Transport im Flugzeug richtig packen

Hier werden mehrere tausend Euro „fachgerecht“ transportiert. Mein Herz blieb fast stehen vor Schreck. Die ganze Fahrt über war ich angespannt und habe nicht gewagt nach hinten zu sehen. Doch – alles ist gut gegangen. Auch im Flugzeug.

Das eigene Rad in den Urlaub mitnehmen ist anfangs eine logistische Herausforderung. Wie transportiere ich das Fahrrad im Flugzeug, welche Verpackung ist die sicherste und wie verstaue ich das Rennrad oder Mountainbike richtig für den Flieger?

Ist die Frage nach der Fahrrad im Flugzeug Transportmöglichkeit ergo Tasche mal geklärt, geht es ans Einpacken und Demontieren des Fahrrads. Meist müssen beide Räder und die Pedale abmontiert werden.

Werkzeug für das Packen des Rads

Dazu benötigst Du einen Pedalschlüssel oder einen 15mm Inbusschlüssel. Für das Herunternehmen des Lenkers und das Absenken des Sattels brauchst du ebenfalls den passenden Inbusschlüssel. Mehr Werkzeug brauchst Du beim Rennrad packen nicht. Im Prinzip funktioniert das Fahrrad verpacken beim Mountainbike genauso wie beim Rennrad, allerdings solltest du zusätzlich die Dämpferpumpe miteinpacken.

In diesem Video verpacke ich das Rennrad für eine Flugreise. Früher dachte ich, dass die Luft aus den Reifen und Dämpfern abgelassen werden muss, aber das hat sich als falsch herausgestellt.

Untertitel aktivieren oder hier mitlesen

  • Die Pedale abmontieren: auf beiden Seiten ist immer nach hinten also in Richtung des Hinterrades zu öffnen.
  • Ich verpacke die Pedale in getrennte Tüten, dann weiß ich beim Zusammenbauen schneller, welches rechts und links ist.
  • Beim Sattel reicht es meist, dass er ganz nach unten gestellt wird.
  • Falls der Rahmen zu groß ist oder die Sattelstütze zu lang, musst du ihn ganz abnehmen.
  • Vorderrad abnehmen. Zuerst die Bremse öffnen, dann den Schnellspanner öffnen.
  • Das Hinterrad abmontieren.
  • Zuerst die Kette hinten auf das äußerste Ritzel bringen. Dann lässt sich das Rad leichter aus- und wieder einbauen.
  • Schnellspanner öffnen. Bremse öffnen.
  • Schaltwerk nach hinten ziehen und Rad herausnehmen.
  • Wer keinen Montageständer hat, sucht etwas zum Unterlegen.
  • Lenker abmontieren. Nur den Lenker abnehmen, nicht die Gabel öffnen.
  • Mit dem Frame Pad den Lenker am Rahmen befestigen. Am besten bevor man das Rad in den Koffer gibt 😉
  • Gabel in den Road Bike Adapter stecken.
  • Rad im Koffer befestigen.
  • Zum Schutz des Rahmens Rohrisolationsmaterial verwenden (gibt es im Baumarkt).
  • Schnellspanner aus den Laufrädern nehmen.
  • Laufräder einpacken.

…und finito. Auf gehts!

Ich hatte bisher Glück weder ging der Fahrrad Koffer verloren noch wurde etwas beschädigt.

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Fitness & Ausrüstung Zubehör

Trinkflasche, Wasserblase – alles pfuigack, oder wie?

Wer Rad fährt, schwitzt. Wer schwitzt, soll viel Trinken. Beim Sport und nachher auch, am besten was Isotonisches. Danach mag ich ganz gern alkoholfreies Bier. Das schmeckt mittlerweile (von ein paar Herstellern, nicht allen) ganz gut. Doch Bier sollte sich während der Fahrt nicht im Getränkereservoir befinden. Zumindest nicht für meinen Geschmack. Die Kohlensäure drinnen macht sich auch nicht so gut, während der Anstrengung. Blubber.

Das Getränk der Wahl ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Geschmäcker sind verschieden. Auch die Wahl des Trinksystems ist je nach Vorliebe unterschiedlich. Bin ich mit dem Mountainbike unterwegs, fahre ich immer mit Rucksack und darin ist die Trinkblase verstaut. Bis 1,75 Liter passt in die Blase hinein. An einem heissen Sommertag ist das schnell verbraucht. Der positive Nebeneffekt ist, dass das Getränk in der Trinkblase gleichzeitig ein zusätzlicher Schutz ist, falls ich stürze und auf dem Rücken lande.

Beim Rennradfahren ist es mir lieber mit so wenig Dingen am Körper wie möglich zu fahren. Daher verwende ich Trinkflaschen in Flaschenhaltern am Rahmen. Im Gegensatz zum Mountainbiken ist die Gefahr die Wasserflasche zu verlieren sehr gering. Ausser ich poltere mit 50 km/h über Kopfsteinpflaster – wie die Weltklasse beim Rennradrennen in Rio 2016 – wird mir also eher nicht passieren.

Der Inhalt ist immer Wasser. Ausser im Sommer, wenn ich längere Touren fahre, dann nehme ich ein isotonisches Getränk mit. Ich habe es auch mal mit „Obi gespritzt“ versucht, zu deutsch: „Apfelschorle“ – natürlich mit stillem Wasser. So schnell konnte ich nicht schauen, war die Trinkblase trotz Reinigung verschimmmelt. Also gibt es in der Trinkblase nur mehr Wasser und ich arbeite mit diesen Mitteln:

Reinigung und Aufbewahrung von Trinkblasen und Wasserflaschen

Das kann passieren. Ekelig.
Trinkblase reinigen und sauber halten

Wie reinigt man die Trinkblase am besten?

Ich bevorzuge die Trinkblasen, die man an einer Seite ganz öffnen kann*. Die anderen mit dem runden Schraubverschluss finde ich unpraktisch, weil man nicht hineingreifen kann.
Bisher habe ich die Trinkblase aus Komfortgründen immer im Rucksack gelassen. Die Blase selbst habe ich immer brav mit Wasser ausgewaschen und danach getrocknet. Einfach mit der Küchenrolle ausgewischt. So blieb die Blase schön sauber. Nur der Schlauch, den kann ich nicht trocken wischen. Daher ist er an der Stelle, wo er gebogen im Rucksack ist, angeschimmelt. Nun teste ich eine neue Methode: die gesamte Blase reinigen, aufrollen und im Gefrierfach aufbewahren. Dort sollten Bakterien nicht überleben.

Ab und an sollte man die Blase auch mit speziellen Reinigungstabs der Hersteller behandeln. Oder man benützt dafür Backpulver oder zwei Teelöffel „Kaiser Natron“ aufgelöst in heisses Wasser und lässt dies 30 Minuten lang in der Blase und im Schlauch. Danach alles mit sauberem heissen Wasser auswaschen. Ein kleiner Spritzer Zitronensaft sorgt für frischeren Geschmack am Mundstück und im Schlauch.

Wie reinigt man eine Plastik-Wasserflasche oder Trinkflasche fürs Rad?

Die Plastik-Wasserflaschen und Fahrrad Trinkflaschen* dürfen in den Geschirrspüler. Aber nur in das obere Fach. Unten befindet sich die Wärmepumpe und dort ist es zu heiß für die Plastikflaschen*. Machmal vergisst man die Flaschen sofort zu reinigen und es setzt sich eine Schicht an. Diese kann wie bei der Trinkblase mit „Kaiser Natron“ gereinigt werden oder mit einer Bürste und Spülmittel.

Tipps von LeserInnen

Hausmittel für Trinkflaschen Reinigung

Wie ist dein Geheimtipp – wie hältst Du die Trinkflaschen sauber?

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Radfahren Rennrad fahren

Checkliste für die Teilnahme an einem Rennrad-Rennen

Zum Abschluss der Artikelserie gibt es noch die Checkliste für das Rennrad-Rennen. Alle wichtigen Tipps sind zusammengefasst und zeitlich geordnet. Eine Packliste für die Rennrad Ausrüstung findest Du ebenfalls hier.

Teil 6 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Vorbereitungen in den Monaten vor dem Rennen

  • Rennen und Strecke aussuchen
  • Mindestdurchschnittsgeschwindigkeit prüfen
  • Start: alleine oder mit Freund*innen
  • Absichern bei Solostart
  • Regelmäßiges Training
  • Radpartnerin / Rennrad-Gruppe suchen
  • Sicheres Verhalten beim Rennen trainieren
  • Anreise und Hotel (Fahrradmitnahme ins Zimmer?) checken

Ein paar Wochen vor dem Rennen

  • Fahrrad checken – nochmal zur Werkstatt?
  • GPX Strecke genauer studieren
  • Strecke auf Navi oder Smartphone laden

Zum Rennen mitnehmen

Packliste Rennrad-Rennen

  • kurze / lange Radhose
  • Untertrikot
  • Trikot
  • Ärmlinge
  • Socken
  • Wind/Regenjacke
  • Schuhe
  • Handschuhe
  • Brille
  • Helm
  • Kappe / Tuch
  • Teilnahmebestätigung ausdrucken
  • Ausweis
  • Höhenprofil ausdrucken
  • kleines Werkzeugset (Schlauch, Reifenheber, Handpumpe, Flickzeug)
  • Standpumpe
  • Tuch/Lappen
  • Navigationsgerät/Pulsmesser und Gurt
  • Kamera
  • Handy
  • Ladegeräte
  • Trinkflaschen mit Iso Pulver
  • Energieriegel / Bananen
  • Frühstück für das Hotel – sofern kein Frühstück möglich.

Am Tag vor dem Rennen

  • Lokaler Check – Lage des Startblocks, Akkreditierung
  • Mit Ausweis und Teilnahmebestätigung zur Abholung der Startunterlagen
  • Verpflegung einkaufen
  • Höhenprofil auf das Rad kleben
  • Startnummer auf Trikot geben
  • Transponder auf Rad montieren
  • Navi und Smartphone laden
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Fahrtechnik Radfahren Rennrad fahren Sicherheit

Tipps für ein sicheres Rennrad-Rennen

Neben den Signalen und Handzeichen für das Rennrad fahren im Peloton gibt es hier weitere Tipps für Deine Taktik beim Rennrad-Rennen. Manch kleiner Hinweis macht einen großen Unterschied aus. Wie zum Beispiel die Idee, Deine Energieriegel bereits vor dem Start zu öffnen. Auch das trägt zu Deiner Schnelligkeit und Sicherheit bei.

Teil 5 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Verhalten während des Rennens

Gruppen fahren will geübt sein. Mein Tipp daher: suche Dir vor einem Rennen eine Gruppe, um das Fahren im Pulk zu trainieren. Dort kannst Du die allgemein anerkannte Regeln und Gefahrenzeichen aus dem vorigen Kapitel lernen.

Verpflegung während des Rennens

In der Ausschreibung findest Du Hinweise auf Anzahl und Standorte der Verpflegungsstellen. Bei längeren Strecken gibt es üblicherweise mindestens eine Labestelle. Ich nehme immer zwei 0,75 L Flaschen mit isotonischem Getränk und vier Energieriegel mit. Alles weitere hole ich bei der Verpflegungsstation. Beim Velothon in Berlin bin ich ohne Pause durchgefahren.
Vor dem Start öffne ich die Verpackung der Energieriegel, dann entfällt das gefährliche Herumfummeln während der Fahrt.

Renntaktik für Entspannte


Ich bin ehrgeizig. Doch alles mit Maß und Ziel. Ich habe schon genug Sportunfälle hinter mir, sodass ich meine Gesundheit nicht riskiere. Aus dieser Perspektive sind meine Tipps zu betrachten.
Suche Dir eine Gruppe, die etwa den gleichen Schnitt fährt wie Du. Ich stelle mich bei Rennradrennen dazu immer in den Frauenstartblock.

Du willst nicht immer alleine radfahren und suchst andere Bikerinnen?
Auf der BIKESISTERS Radpartnerinnen-Karte findest Du Frauen, die Mitfahrerinnen für gemeinsame Ausfahrten suchen.
Women only.

Der Frauenstartblock hat mehrere Vorteile:

  • Gleichmäßigeres Fahren,
  • wenig bis gar nicht aggressiv,
  • es sind nette Unterhaltungen möglich.
  • Man wird in der Anfangsphase des Rennens nicht von den Männern überrollt.

Häng‘ Dich in den Windschatten, wenn möglich mach‘ Dich bemerkbar, damit die vordere Person weiß, dass Du am Hinterrad klebst. Am sportlichsten ist es, wenn ihr euch abwechselt bzw. Du fragst, ob Du Dich anhängen kannst. Beim Velothon und beim Cyclassics in Hamburg waren eigene “Safer Cycling Guides” unterwegs, deren Aufgabe es war, nicht nur für Sicherheit durch Anwesenheit zu sorgen, sondern Dich auch im Windschatten fahren zu lassen. Wenn Du eine Gruppe gefunden hast, die Rennerfahrung hat, werden alle abwechselnd führen. Ich hatte einmal das Glück, dass zwei Frauen vor mir gefahren sind, genau im passenden Tempo und die beiden wollten auch die Führung nicht abgeben. Hinter ihnen bildete sich eine große Traube Menschen, da sie so ein gutes gleichmäßiges Tempo gefahren sind.

Sieh‘ zu, dass Du Dich vor Kreuzungen, Engstellen und Kurven in eine sichere Position bringst. Soweit das möglich ist. Denn es bilden sich immer Pulks von Leuten. Schau‘, dass neben, vor und hinter Dir möglichst niemand fährt oder in einem guten Abstand ist. In der Kurve bleib auf Deiner Linie. Nicht während des Abbiegens nach links oder rechts ausschwenken. Die anderen rund um Dich herum rechnen damit, dass Du Deine Kurvenlinie durchfährst.

Wie heisst es so schön? Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. In diesem Sinne, wünsche ich viel Spaß beim Rennen!

Du willst an einem Rennrad Rennen teilnehmen?
Hole Dir den BIKESISTERS Guide "Dein erstes Rennrad-Rennen" (auch wenn es Dein zweites oder drittes Rennen ist).
Mit zeitsparenden Tipps für Organisation, Vorbereitung und Taktik.

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Fahrtechnik Radfahren Rennrad fahren Sicherheit

Sicherheit beim Rennradfahren in der Gruppe

Du startest bei einem Rennrad-Rennen mit vielen anderen Teilnehmenden. Es ist Deine Premiere, da Du Anfänger*in bist oder Du warst schon mal dabei, das ist aber schon länger her. In jedem Fall – tolle Sache und super, dass Du so motiviert bist. Es gibt ein paar ganz wichtige Regeln, die beim Rennrad fahren in der Gruppe zu berücksichtigen sind. Die Sicht nach vorne ist durch das Hintereinander fahren beeinträchtigt und die Abstände zueinander sind kurz. Die folgenden Signale dienen der Sicherheit aller Mitfahrenden.

Teil 4 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Handzeichen und Warnsignale beim Gruppen fahren

Wenn Du im Peloton fährst, ist es wichtig, dass Du die Handzeichen, die vor Dir gegeben werden auch weitergibst. Die nächste Person hinter Dir, könnte das Warnsignal nicht gesehen haben. Musst Du gerade in diesem Moment die Hände auf dem Lenker lassen, dann rufe „Achtung“ oder „Halt“. Je nachdem.

In diesem Video siehst Du die verschiedenen Warnzeichen und ihre Bedeutung.

Flache Hand nach oben gestreckt

Handzeichen Rennradfahren gruppe  Halt

Die flache Hand nach oben gestreckt – bedeutet Achtung, Halt, Stehenbleiben!
Wird vor Kreuzungen angezeigt, wenn die Ampel rot ist oder wenn es im Rennen zu einem Stillstand kommt.

Arm und Zeigefinger nach unten

Handzeichen Rennradfahren gruppe Gefahr Strasse

Mit Arm und Zeigefinger nach unten zeigen – bedeutet Achtung, Gefahrenstelle auf der Straße!
Zum Beispiel Gullideckel, Schlagloch, Stein etc.

Flache Hand nach unten

handzeichen rennradfahren gruppe langsamer

Mit der flachen Hand nach unten winken – Tempo rausnehmen und langsamer werden.

Hand hinter dem Körper / Daumen deutet

Handzeichen Rennradfahren gruppe hindernis

Mit der Hand hinter den Körper winken – je nach Handseite und Winkrichtung – Achtung Hindernis!
Wird vor Hindernissen angezeigt, die umfahren werden müssen. Zum Beispiel langsamere Fahrer*innen, Fußgänger*innen, Hindernisse, die auf die Fahrbahn ragen. Wahlweise wird das auch mit dem Daumen angezeigt.

Mit dem Arm links rechts pendeln

Handzeichen Rennradfahren gruppe schienen

Mit der Hand nach unten deuten und nach links und rechts pendeln – bedeutet Achtung Schienen!

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Radfahren Rennrad fahren

Beim Radrennen anmelden und die Teilnahme organisieren

Super! Du hast dich entschieden an einem Radrennen teilzunehmen. Gratuliere! Jetzt geht es zur Anmeldung und den organisatorischen Vorbereitungen. In diesem Artikel habe ich die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Teil 3 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Organisatorische Vorbereitungen

Anmeldung zum Rennen

Startest Du alleine oder im Team? Du musst schon bei der online Anmeldung angeben, in welchem Team Du fährst. Manchmal gibt es Vergünstigungen für die 2. oder 3. Teilnehmerin, also wenn Du eine Freundin motivieren kannst mitzufahren, wird die Anmeldung günstiger.
Oft musst Du Deinen erwarteten Schnitt oder Deine geschätzte Fahrzeit angeben, damit wird Dir Dein Startblock zugewiesen. Wenn es angeboten wird, wähle ich immer aus diesen Gründen den Frauenstartblock.

Training

Nun ist es an der Zeit, Dich körperlich auf das Rennen vorzubereiten. Sieh‘ Dir die Strecke auf der Karte an, wenn Du in der Nähe wohnst, fahre Teilstrecken davon oder sogar die ganze Runde. Nachdem ich nicht fahre, um zu gewinnen – ist auch völlig unrealistisch 😉 – sind meine Ziele: besser als beim letzten Rennen zu sein, das Rennen und die Action darum herum zu genießen sowie und – das vor allem: gesund ins Ziel zu kommen. Ich habe ein paar Stürze bei Rennen gesehen und möchte nie in einen hineingeraten. Darum halte ich mich von besonders ehrgeizigen Personen fern und bremse lieber einmal zuviel als zu wenig.

Fahrrad checken

Ist das Rad in Ordnung? Läuft die Schaltung gut, sind die Bremsen in Ordnung? Wenn nicht, rechtzeitig zur Werkstatt damit.

Ein paar Tage vor dem Rennen

Leicht nervös werden.
Das GPX File auf Google Maps studieren – wo sind die Anstiege, wo die Verpflegungsstellen – einfach um die Strecke und Länge einschätzen zu können. Wer ein Navi besitzt, sollte den GPX Track auf das eigene Gerät oder das Smartphone übertragen. Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand während eines Rennens falsch abbiegt und nicht mehr zur Strecke zurückfindet. Oder Du hast eine Panne – dann bringt Dich der Track wieder zurück.

Die Wettervorhersage checken, je nachdem – bei Schönwetter: Dich freuen oder bei Regen und Windböen: in Panik verfallen 😉 Nein, meistens wird das Wetter besser als vorhergesagt. Zumindest rede ich mir das ein. Je nach Wetterlage und Jahreszeit Kleidung bereitlegen. Nicht vergessen: wer nicht über mehrere renntaugliche Trikots verfügt, rechtzeitig Wäschewaschen planen. Mit nasser Hose fährt es sich nicht so gut.

Ansehen, wo sich die Akkreditierung, die Umkleiden und die Duschen befinden. Wo sind die Startblöcke, wie lange brauchst Du von zu Hause oder Deinem Hotel zum Startblock.

Teilnahmebestätigung ausdrucken
Auch in Zeiten des Internets wollen viele Veranstalter die Teilnahmebestätigung ausgedruckt und deinen Personalausweis sehen.
Bei Strecken mit vielen Steigungen, Höhenprofil ausdrucken.

Anreise von auswärts

Bitte checke vor der Hotelbuchung, ob Du das Rad ins Zimmer mitnehmen darfst oder nicht. Ich habe schon sehr rigorose Hotels erlebt, die es absolut untersagen, das Rad ins Zimmer zu nehmen. Allerdings werde ich dort auch sicher nicht mehr nächtigen. Unbedingt ein Schloss mitnehmen, damit Du Dein Lieblingsteil absperren kannst.

Lappen, Tuch zum Abwischen des Rads, falls es Regen gibt. Das Tuch kann man auch nutzen, um es in die Klemme des Fahrradträgers (am Bus oder Auto) zu stecken, damit der Rahmen nicht zerkratzt wird.

Fahrradpumpe mit der Du acht Bar (soviel habe ich in den Rennrad Reifen) einpumpen kannst einpacken oder falls das nicht möglich ist: meistens gibt es Servicestationen am Start, wo Du Luft in Deine Reifen pumpen kannst. In Hamburg musste ich leider im Kreis herumfahren, weil die Servicestation nicht dort war, wo sie geplant war. Das stresst unnötig.

Am Tag vor dem Rennen

Nervös sein.
Mit Teilnahmebestätigung und Ausweis zur Akkreditierung gehen und das Start Paket abholen. Darin befinden sich neben Werbegeschenken wie Trinkflaschen u.ä., der Transponder und die Startnummer. Zur Befestigung werden Kabelbinder und Sicherheitsnadeln beigelegt.
Das Trikot mit der Startnummer am Rücken versehen. Transponder mit Kabelbindern am Lenker montieren. Abstehende Teile der Kabelbinder kann man abzwicken.
Wenn notwendig, das Höhenprofil gut sichtbar auf das Rad kleben. Für Leute mit Lesebrille – groß ausdrucken 😉
Reifen und Luft kontrollieren. Bremsen kontrollieren. Ersatzschlauch und kl. Werkzeug einpacken.
Navigationsgerät/Pulsmesser, Handy und eventuell Actioncam aufladen.

Verpflegung

Bei den Rennen gibt es in den meisten Fälle mindestens eine Verpflegungsstelle, bei Strecken über 100 km auch mehrere. Dort bekommst Du üblicherweise isotonische Getränke zum Nachfüllen, Wasser, Bananen, manchmal Kuchen.

Direkt vor dem Rennen

Noch nervöser sein.

Getränkeflaschen mit isotonischem Getränk befüllen. Luft in die Reifen pumpen. Energieriegel vor dem Start öffnen (keine Fummelei während des Rennens) und in den Trikottaschen verstauen. Rechtzeitig in den Startblock stellen. Starten.

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Radfahren Rennrad fahren

Vorbereitungen vor einem Radrennen als Hobby-Fahrer*in

In Teil 1 des Ratgebers „Dein (erstes) Rennrad-Rennen“ hast Du die wiederkehrenden Fragen und Zweifel, ob der Teilnahme an einem Rennen geklärt. Nun geht es an die Vorbereitungen. Falls Du Dir noch unschlüssig bist – lies noch Die Teilnahme an einem Radrennen als Hobby-Fahrer*in planen.

Teil 2 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Du stehst vor der Frage, wenn ich teilnehme, was kommt auf mich zu und wie meistere ich das? Die folgenden Zeilen werden Dich dabei unterstützen.

Deine körperliche und mentale Vorbereitung

Suche Dir eine Trainingsgruppe oder Radpartnerinnen

In den großen Städten gibt es Frauen-Gruppen, die sich zusammenfinden, um gemeinsam zu fahren. Teilweise organisiert von Fahrradhändlern, Bike Guides oder von beherzten Frauen, die selbstorganisierte Gruppen starten. Im ländlichen Bereich ist es meist schwieriger Radpartnerinnen zu finden. Trage dich in der BIKESISTERS Radpartnerinnen Börse ein. Vielleicht findest du eine Radpartnerin in deiner Nähe.

Baue Selbstvertrauen auf

Je länger Du mit dem Rennrad unterwegs bist, desto sicherer wirst Du. Jedes Jahr steigt Dein Selbstvertrauen, die Freude an den sicht- und spürbaren Ergebnissen. Wenn Du Dich im ersten Rennradjahr noch nicht traust an einem Rennen teilzunehmen, dann mache es im nächsten Jahr. Du solltest in jedem Fall ein sicheres Gefühl beim Rennradfahren haben.

Schließe eine Vereinbarung mit Dir selbst

Als ich vor 10 Jahren aus gesundheitlichen Gründen intensiver Radfahren wollte, war meine Motivation nicht so verinnerlicht wie jetzt. Ich musste mich damals wirklich überwinden, mich auf das Rad zu setzen. Du kennst das: Du willst Dich bewegen, aber am Sofa ist es doch so gemütlich und draußen sieht es nach Regen aus.

2006 bin ich mein erstes Mountainbike Rennen gefahren. Ich war so nervös und wollte um alles in der Welt nicht Letzte werden. Daher war das Radrennen mein Anlaß regelmäßig Mountainbiken zu gehen. Jahrelang habe ich mindestens ein Mountainbike Rennen im Jahr absolviert, damit ich einen zwingenden Grund (den abschreckenden letzten Platz) hatte, zu trainieren. Mittlerweile macht mir Radfahren soviel Spaß, dass ich diesen äußeren Zwang nicht mehr benötige. Ein Rennen ist aber immer noch Herausforderung, Trainingsgrund und eine willkommene Abwechslung.

Sieh dir die Ausschreibung an

Meistens gibt es eine kurze und eine längere Strecke. Du weißt am besten selbst, welche Strecke Du Dir zutraust. Und nun stecke Dein Ziel ein wenig höher. Vergiß nicht die Höhenmeter der Strecke zu checken. Es ist ein Riesenunterschied, ob Du in Berlin beim Velothon die 117 km Strecke mit 280 Höhenmetern fährst oder die 103 km Strecke beim Eddy Merckx Classic in Salzburg mit rund 1.400 Höhenmeter. Wenn Du jede Woche Runden um die 40 km fährst, kannst Du leicht an einem 60 km Rennen teilnehmen. Orientiere Dich an der Durchschnittsgeschwindigkeit, die Du üblicherweise mit leichter Anstrengung fahren kannst. Wenn Deine weiteste Strecke bisher 80 km waren und Du diese ohne gröbere Schwierigkeiten bewältigst, kannst Du leicht ein 100 km Rennen fahren. Wie gesagt, nicht vergessen die Höhenmeter in Deine Überlegungen einzubeziehen.

Das geforderte Mindesttempo

In der Ausschreibung findest du auch den minimalen Geschwindigkeitsschnitt, den du fahren musst. Lass dich nicht zu sehr davon beeindrucken. Bei meinem ersten Rennen war ich unsicher, ob ich den geforderten Schnitt von 26 km/h über 117 km schaffen würde. Mir war wirklich bang, denn die Langsamen, die diesen Schnitt nicht schaffen, werden aus dem Rennen genommen. Ich war allein unterwegs, d.h. ich wusste nicht, ob ich dann auch wieder zurückfinden würde. Daher habe ich mir in der Vorbereitung den GPX Track auf mein Smartphone gespielt, damit ich zur Not nach Hause finde. In einer guten Gruppe bin ich dann 32,6 km/h im Schnitt gefahren. Viel schneller als ich dachte. Grundsätzlich war ich mir aber sicher, dass ich die 26 km/h im Schnitt schaffen könnte. Doch wenn viel Wind gewesen wäre, dann auch….? Ein bisschen Unsicherheit bleibt immer. Aber das ist auch das Spannende an einer Rennteilnahme.

Geht oder ging es dir ähnlich? Was sind deine Erfahrungen?

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Radfahren Rennrad fahren

Die Teilnahme an einem Radrennen als Hobby-FahrerIn planen

Spiel, Spaß und Spannung, das gibt es nicht nur im Kinder-Überraschungsei, sondern das wollen auch wir Erwachsene gern. Wenn Dir das Rennrad fahren oder Mountainbiken langweilig wird, ist es an der Zeit dich einer neuen Herausforderung zu stellen. Für viele ist das die Teilnahme an einem Radrennen.

Teil 1 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Mir geht es genauso. Ich mag das Gefühl von mir selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Die Anmeldung zu einem Radrennen ist immer eine Art Prüfung vor mir selbst. Eine Vereinbarung regelmäßig zu trainieren und Kondition aufzubauen. Bei Mountainbike Rennen kommt noch der Respekt vor den technischen Schwierigkeiten auf der Strecke dazu. Daher finde ich Rennradrennen entspannter. Allerdings gilt es hier andere Herausforderungen zu meistern.

Aufgrund der Größe der Aufgabe fragen sich viele RadfahrerInnen, „Soll ich als Hobby RadfahrerIn wirklich an einem Radrennen teilnehmen“? Kein Wunder, wie gesagt. Neben der fahrerischen Aufgabe sind es viele organisatorische Fragen, denen Du dich stellen musst. Ich habe mir die Frage auch schon öfters gestellt. Darum kann ich Dir ein paar Gründe nennen, warum Du teilnehmen kannst, nein – die Teilnahme an einem Radrennen sogar eine gute Idee ist.

Radrennen für hobbymäßige RadfahrerInnen

Es gibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu jeder Jahreszeit Radrennen an denen Amateur-RadfahrerInnen ohne Lizenz oder Vereinszugehörigkeit teilnehmen können.

An der Aufgabe wachsen

Du bist mit deinen Zweifeln und Ängsten nicht allein. Neben mir sind noch viele andere – Frauen und Männer, die sich fragen, wie und ob sie ein Radrennen erfolgreich bewältigen sollen.

Überhaupt auf den Gedanken zu kommen, eine Teilnahme in Betracht zu ziehen, zeigt, dass du ein inneres Interesse, einen Wunsch hast. Wenn ich zweifle, frage ich mich manchmal, ob ich denn überhaupt tun will, was Zweifel hervorruft. Aber ohne den Wunsch dahinter, würde ich nicht zu den Zweifeln kommen. Daher will ich es. Vielleicht geht es Dir genauso. Dich reizt die Herausforderung, Deine FreundInnen würden das niemals machen oder im Gegenteil, Du stehst immer nur am Rand und willst auch mal Rennluft schnuppern.

Wiederkehrende Fragen zur Rennteilnahme

Werde ich die Strecke bewältigen?

Realistisch betrachtet ist es doch so, dass Du Dir selbst keine Strecke aussuchen wirst, die nicht bewältigbar scheint. Ausserdem wachsen wir Menschen mit der Aufgabe. Wer ein Ziel hat, ist gegenüber den meisten Menschen schon klar im Vorteil. Da sich viele gar keine Gedanken dazu machen, was sie erreichen wollen. Dann landet man irgendwo und fragt sich vielleicht später, was man mit all der Zeit getan hat, die man im Leben hatte. Bezüglich der Fahrstrecke, die du dir aussuchst: Du weißt schon ganz gut, was du dir selbst zutrauen kannst. Und du wirst dafür trainieren. Dh. stecke dir ein Ziel, das höher ist als du deine Leistungsfähigkeit aktuell einschätzt.

Kann ich die verlangte Mindestdurchschnittsgeschwindigkeit fahren?

Diese Frage hat mich beim ersten Rennradrennen sehr gestresst. Doch ich stellte fest, dass man im Rennen viel schneller unterwegs ist als alleine. Erstens weil es ja ein Rennen ist und zweitens, weil man immer Leute findet, in deren Windschatten man eine zeitlang fahren kann. In der Ergebnisliste von Hamburg habe ich ausserdem gesehen, dass Teilnehmende mit niedrigeren Durschnittsgeschwindigkeiten als der geforderten auch ins Ziel kamen und gewertet wurden. Also keine Angst. Wenn du glaubst, dass deine Leistung im Bereich des Geforderten ist, wirst du sicher schneller sein als du vorher denkst.

Ich bin allein, wie soll ich das organisieren?

Wenn das Rennen in deiner Nähe stattfindet, ist das kein Problem. Du holst dir am Tag vor dem Rennen deine Startunterlagen ab und erscheinst am Renntag rechtzeitig in deinem Startblock. Es gibt immer Radfahrerinnen, die gern ein Gespräch anfangen oder auch alleine sind und daher froh über Gesellschaft. Im Ziel befinden sich fast immer Messestände, Essens- und Getränkestände und volksfestartige Stimmung. Auch wenn du alleine bist, gibt es keinen Grund für ein peinliches Gefühl wie es manchmal auftritt, wenn frau zum Beispiel solo essen geht.

Was tue ich, wenn ich mich verletze oder eine Panne habe?

Ich erzähle immer meinen FreundInnen oder Familie, dass ich an einem Rennen teilnehme. Natürlich ist es angenehmer, wenn man Begleitung organisieren kann. Das geht aber nicht immer. Wenn – unwahrscheinlich – aber doch, etwas passiert, sind immer hilfsbereite Menschen am Rand der Strecke zugegen, die Dir weiterhelfen.
Im allerschlimmsten Fall passiert ein Unfall und Du kannst Dich nicht verständlich machen. In solchen Fällen kann ein Armband mit Deinen Notfall-Daten – wie das Safesport ID Band wichtige Informationen für das Rettungsteam liefern.

Es passieren soviele Unfälle…

Dazu habe ich keine Zahlen, aber passieren kann immer und überall etwas. Bei Radrennen nicht unbedingt mehr. Meine Devise ist defensives und umsichtiges Fahren. Mit dem Rad im täglichen Straßenverkehr sowieso immer und überall. Beim Rennen versuche ich mich aus den großen Pulks herauszuhalten. Besonders wenn die ehrgeizigen und schnellen Männer aus den hinteren Startblöcken nach vorne zischen. Wenn sich das Feld zusammenschiebt und es um ich herum eng wird, vergrößere ich den Abstand zu denen vor mir, damit ich ein wenig mehr Platz zum fahren und bremsen habe.

…und danach

Wenn Du im Ziel ankommst, wirst du dich vermutlich fragen, wie du im Vorfeld nur soviel Respekt haben konntest. Und diese Nervosität. Und diese Zweifel. Du hast Großartiges geschafft und bist über dich hinausgewachsen. Genau das ist es, wozu uns Radfahren bringen kann. Unsere Grenzen zu erweitern.