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Events Radfahren Rennrad fahren

Rennrad Ausfahrt im Salzkammergut

Ende Juli bin ich ein paar Tage in meiner früheren Wahlheimat Salzburg und werde meine Lieblingstour um Mondsee und Attersee fahren. Wer am 29. Juli Zeit hat, ist herzlich eingeladen.

Die Tour ist ca. 80km mit 350 Hm. Der Schnitt wird zwischen 24 und 27 km/h liegen, sich aber nach den Teilnehmerinnen richten. Zwischendurch ist ein abkühlender Sprung in den See (am liebsten in beide Seen) geplant, also Badesachen einpacken.

Findet nur bei Schönwetter statt!
Der Treffpunkt wird in der Nähe von Mondsee sein, wird noch bekanntgegeben.
WOMEN only.

Bitte per E-mail anmelden: hello (at) bikesisters.net

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Radfahren Reise- und Tourenberichte Rennrad fahren Unterwegs

Von Kassel zum „Brocken“ – ein 270 km Ritt mit fast 4.000 HM

Ein Tourbericht von Kathrin Fuchs aus Kassel.

Da ich bekanntlich nicht die Schnellste bin, musste die Fahrt früh beginnen, soll heißen, um 5:40 Uhr gings los. Die Straßen hatten wir Sonntag früh für uns. Zügig gings über den Umschwang runter ins Werratal nach Witzenhausen. Durch die Kirschenstadt hindurch bis zur Bundesstraße. Diese folgen wir einige hundert Meter und biegen dann rechts ab. Es geht eine kurvenreiche Straße bergauf. Am Scheitelpunkt begrüßt uns ein Schild mit dem Hinweis, dass hier Deutschland und Europa geteilt waren. Mit anderen Worten: wir überqueren die innerdeutsche Grenze nach Thüringen, genauer ins katholische Eichsfeld. Diese Grenzerfahrung sollte nicht die einzige bleiben.

Jetzt geht’s erstmal schön bergab ins Leinetal bis Arenshausen. Von dort dann ein kurzes Stück auf dem traumhaft schönen Leineradweg Richtung Osten. Nach wenigen Metern müssen wir den Radweg bereits verlassen und fahren immer bergan Richtung Bremke. Unbemerkt verlassen wir Thüringen und fahren ins nächste Bundesland: Niedersachsen. Von hier aus durchqueren wir auf weiterhin ruhigen Straßen viele kleine Ortschaften.

Nach Neuenburg kommt eine wunderschöne Kehrenstrasse bergauf durch ein Waldstück. Garmin weist uns auf den ehemaligen Kolonnenweg voran hin. Oben angekommen sehen wir auch schon einen ehemaligen Grenzturm mit den typischen Betonplatten des Kolonnenweges. Diese gibt es hier im „Grünen Band“ zahlreich.

Wir haben leider keine Zeit für Besichtigung und fahren hinab nach Böseckendorf. Ach ja, ab Neuendorf sind wir wieder in Thüringen. Böseckendorf erlangte Berühmtheit, weil rund die Hälfte der Einwohner kurz vor der Grenzerrichtung in den Westen geflohen sind. Das war die größte Massenflucht über die innerdeutsche Grenze.
Direkt hinter dem Ort geht’s wieder nach Niedersachsen ins wunderschöne Duderstadt. Eine schmucke Altstadt mit kleinen Pflastersteinen. Schon früh hat dort ein Café geöffnet, wo wir Energie nachtanken.

Wir verlassen Duderstadt und fahren entlang der „innerdeutschen Grenze“ weiter Richtung Harz. Ein weiteres Stück durch Thüringen und dann wieder Niedersachsen nach Bad Lauterberg. Hier sind wir dann richtig im Harz drin. Ab jetzt geht es immer weiter bergauf. Ein Flachstück führt und noch am Oderstausee vorbei. Alles Bundesstraße natürlich. Vormittags aber noch aushaltbar.

Lange dauerts und wir kommen endlich in Braunlage an. Nach Braunlage fahren wir ins 4. Bundesland des Tages: Sachsen-Anhalt. Jetzt noch bis Elend die Bundesstraße, dann weiter auf Landstraße nach Schierke und von dort dann die eigentliche Auffahrt hoch zum Brocken. Die deutlich sichtbaren Schilder mit der Bitte an die Wanderer, wegen der Radfahrer rechts zu gehen, bleiben unbeachtet. Also bleibt nur Schlangenlinien fahren bis oben.
Das Ganze zieht sich etwas, ist aber sehr schön. Von oben hat man einen wundervollen Blick auf die Ebene.


Oben noch mal gestärkt und die Reset-Taste gedrückt.
Der Rückweg war leider mit Gegenwind verschärft, aber wir sind angekommen.

Alles in allem eine wunderschöne Tour.

Die Tour auf Strava

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Rennrad fahren Touren fahren Unterkünfte Unterwegs Urlaub mit dem Rad

Radfahren, Relaxen und das Leben genießen – Wochenende in der Südsteiermark

Manchmal schreit eine kleine, laute Stimme in mir: Abwechslung! Ich will mal was anderes sehen! Lass uns fortfahren und etwas Neues erleben! So war es auch diesmal. Also begab ich mich auf die Suche nach dem optimalen Platz für ein erholsames Wochenende samt Ruhe und schöner Fahrradtour. Falls sich das Wetter wie so oft in diesem Frühling von der nasskalten Seite zeigt, brauchte ich eine Alternative wie ein Schwimmbad oder eine Therme.

Bei Therme denke ich immer an die Route von Wien nach Graz. Diese ist gesäumt von Thermalbädern samt Hotels. Auf sowas Großes hatte ich keine Lust. Irgendwie bin ich dann bei meiner Internetrecherche über das Thema Wein und die Therme Loipersdorf auf das Weingarten-Resort Unterlamm gestoßen. Die Fotos hatten mich sofort angesprochen.

Die Webseite versprach, dass man hier nicht nur in zahlreiche Thermen gehen könnte, sondern auch, dass die Gegend ideal zum Radfahren ist. Also packte ich mein Rad und meine Siebensachen und überzeugte meine Freundin, dass ein Besuch dort doch einen Versuch Wert wäre.

So kamen wir an einem verregneten Freitag nachmittag in der Südsteiermark an. Das Wetter sollte am Samstag schön und am Sonntag wieder regnerisch sein. Daher planten wir für Samstag eine Rennrad-Tour und für Sonntag den Thermenbesuch. Zuerst machten wir es uns auf der Terrasse bequem und entspannten uns abends im privaten Whirlpool. In einigen der anderen Weinhäuser gibt es Infrarotkabinen. Abendessen kann man in vielen umliegenden Buschenschanken oder privat im eigenen Weinhaus mit Lieferservice durch den Hausherrn.

Am Samstag früh wurde uns das Frühstück zum Haus geliefert. Wir konnten im Vorfeld zwischen Frühstück „pikant“ (Schinken, Käse, Rohkost, etc.) und „süß“ (Marmelade, Honig, etc.) wählen. Erwähnenswert neben der hervorragenden Qualität der einzelnen Speisen direkt aus der Region, auch die Wahl der nachhaltigen Verpackungen in Form von Korb, Jutesäckchen, Einweckgläsern, Butterpapier und Glasflaschen.

Das Wetter war wie vorhergesagt sonnig und mild und wir konnten auf der Terrasse frühstücken und die Fahrradtour besprechen. Laut GPS Track führt die „Riegersburg Tour“ direkt am Weingarten-Resort vorbei. Das heisst wir starteten direkt von der Unterkunft weg.

Die „Riegersburg Tour“ ist etwa 48km lang und hat rund 600 Höhenmeter. Sie verläuft zum größten Teil auf schmalen Nebenstraßen mit wenig Autoverkehr. Manche Teilstücke verlaufen auf Straßen mit mehr Verkehr. Der Großteil der Strecke ist jedoch fast autofrei und traumhaft schön.

Zwischen Feldern, durch kleine Wälder und an der imposanten Riegersburg vorbei. Die 600 Höhenmeter sind teilweise sehr knackig, dafür aber nicht allzu lang. Wer, wie ich kurze steile Stellen im Gegenzug zu langezogenen Auffahrten mag, wird die Strecke mögen. Es ist eine der schönsten Touren, die ich je gefahren bin. Kurz habe ich überlegt sie alleine ein zweites Mal zu fahren. Aber das wäre dann doch übertrieben gewesen.

Meine Begleiterin hat so manche Stelle zu Fuß zurückgelegt und trotzdem nicht den Spaß an der Tour verloren. Daher eine Anmerkung für weniger sportliche RadfahrerInnen: es ist an manchen Stellen wirklich steil. Doch mit Absteigen und gemütlich schieben, ist jeder Hügel zu schaffen. Es zahlt sich aus.

Im Weingarten-Resort wieder angekommen ging es nach einer kurzen Dusche wieder ins warme Whirlpool, um die Muskeln zu entspannen. Danach noch die letzten Sonnenstrahlen bei Kaffee und Jause auf der Terrasse genossen, bevor Wind und Wolken den wieder bevorstehenden Regen ankündigten.

Am Sonntag wurde nochmals ausgiebig gefrühstückt, bevor wir um 11 Uhr auscheckten und uns auf den Weg in das Schaffelbad der Therme Loipersdorf machten.

Müsste ich eine Bewertung abgeben, würde ich dem Weingarten-Resort fünf von fünf Sternen geben. Die Anlage ist innen und außen architektonisch sehr ansprechend, das Frühstück schmeckt ausgezeichnet und Service und Freundlichkeit lassen keine Wünsche offen.

[Anzeige] Hinweis: Die Unterkunft wurde uns freundlicherweise unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Dies beeinflußt meinen Bericht jedoch in keinster Weise.

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Fahrrad kaufen Radfahren Rennrad fahren

Rennrad kaufen für EinsteigerInnen

Aller Anfang ist schwer. Das ist falsch finde ich. Mit ein bisschen Interesse ist der Rennrad Kauf keine große Kunst. Lass‘ Dich nicht von den vielen Werbeprospekten und Möglichkeiten und den Meinungen der „Experten“ verwirren.

Was du wissen musst:

Rahmengröße Rennrad

Das Wichtigste ist die richtige Rahmengröße. Die Fahrrad Hersteller haben meistens Tabellen mit Maßangaben, für welche Bein- und Armlänge ihre Räder passen. Messe dich aus und anhand der Daten lasse dir ein paar Modelle zum Testen geben. Es gibt Fahrradläden bei denen kannst du dir ein Rennrad für eine längere Fahrt ausborgen. Oder du leihst dir ein Rad auf listnride oder du hast Freunde, die ein Rennrad besitzen – frag doch mal, ob du eine kleine Runde damit drehen darfst.

Rennrad Gewicht

Das Rennrad sollte nicht zu schwer sein. Wobei hier nicht nur das Gewicht des Rahmens eine Rolle spielt, sondern vor allem die Laufräder. Je leichter die Laufräder an ihren Außenrändern sind, desto besser rollt das Rad durch die Drehenergie. Gesamt – je leichter desto besser. Aber auch teurer.

Gebrauchtes Fahrrad kaufen ja oder nein? Hole Dir die praktische Checkliste zum Ausdrucken.

Man könnte eine ganze Doktorarbeit über den Kauf des optimalen Rennrads schreiben. Es gibt so viele verschiedene Hersteller und Kombinationsmöglichkeiten, dass man am Ende des Tages fast nicht mehr weiß, was man will. Es ist eine sehr persönliche Entscheidung, in der letztenendes manchmal die Farbe und die Schönheit, die im Auge des Betrachters liegt, entscheidet.

Wichtig: wenn möglich, mache eine Probefahrt. Wenn du nicht weißt, ob du wirklich ein/e Rennradfahrer/in sein willst, kauf‘ dir ein gebrauchtes Rad oder unternimm‘ ein paar Touren mit einem Leihrad.

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Radfahren Rennrad fahren

Das erste Mal – Premiere auf dem Rennrad

Radfahren ist nicht gleich radfahren. Jedes Fahrrad fährt sich ein wenig anders, jede Umgebung beeinflusst das eigene Sicherheitsgefühl. Wer wenig in der Großstadt mit dem Rad unterwegs ist, wird sich auf einer stark befahrenen Straße eher unsicher fühlen, wer ein Stadtrad gewöhnt ist, muss sich mit der völlig anderen Sitzposition auf dem Rennrad zurecht finden.

40plus – jung genug zum Rennrad fahren

Rennrad Anfängerin Cathrin fährt seit ihrer Kindheit Fahrrad, ist aber bis zum heutigen Tag und ihrem 43. Lebensjahr noch nie auf einem Rennrad gesessen. Um herauszufinden, ob ihr Rennrad fahren Spaß macht, hat sie sich von einer Freundin ein größenmäßig passendes Rad ausgeliehen. Die Probefahrt startete auf der autofreien Donauinsel, da Cathrin sich im Stadtverkehr auf dem Rennrad noch zu unsicher fühlte.

„Schon im Vorfeld machte ich mir Gedanken über die schmalen Reifen, den ungewohnten Lenker und ob ich mit den Bremsen zurecht kommen würde.“

Rennrad Einsteigerin

Den Zweifeln davon fahren

Auf den ersten Metern machte sich Cathrin mit Schaltung und Bremsen vertraut. Die Tatsache, dass sich rund herum nur Fußgänger-, Läufer- und Radfahrer/innen bewegten, erleichterte das Kennenlernen des Rennrads. Schon nach einigen Minuten auf dem Rad war Cathrins anfängliche Unsicherheit verflogen und sie begann sich wohlzufühlen.

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Rennrad Anfängerin

Schotter und Unebenheiten auf der Straße stellten zu Beginn eine Herausforderung dar. Mit ihrem Stadtrad fährt Cathrin einfach darüber hinweg, mit dem Rennrad wusste sie vorher nicht, wie das Rad mit den dünnen Reifen reagieren würde. Doch auch diese Hürde war bald genommen.

Zum ersten Mal auf dem Rennrad

Nach 21 km endete Cathrins erste Rennrad-Ausfahrt, ihr Fazit:

„Rennradfahren macht Spaß, ist einfacher als gedacht und im Laufe der Zeit werde ich sicher noch flotter fahren können. Bevor ich mir selbst ein Rennrad kaufe, werde ich noch ein paar Mal mit verschiedenen Leihrädern fahren, um herauszufinden, welches Modell mir am besten liegt.“

Rennradfahren anfangen

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Events Fitness & Ausrüstung Gesundheit & Training Rennrad fahren

Die Wiederholung steht an: 300km Rennen in Schweden „Vätternrundan“

Hui, 4 Jahre ist das schon her. Wirklich. Wow, ich kann mich noch daran erinnern als wäre es gestern gewesen, dass ich (Lena), in Schweden 300km um den Vätternsee gefahren bin. Dieses Jahr steht die Wiederholung an, Zeit die Teilnahme von 2013 Revue passieren zu lassen.

Vorbereitungen

Die Teilnahme an der Vätternrundan bedarf einiger Vorbereitung, denn will man oder frau teilnehmen, so beginnt das Anmeldeverfahren meist im Herbst des Vorjahres, so auch in 2012. Zusammen mit einigen Freunden meldeten wir uns im Herbst an, da die Veranstaltung meist nach wenigen Minuten ausverkauft ist. Wir hatten also Glück und waren schnell am Klicker, sodass wir einen Startplatz bekamen, leider konnten wir uns die Startzeit nicht aussuchen und so fiel der Zufall auf eine Startzeit um kurz nach 23 Uhr. Soweit ich mich erinnere hat man 24h Zeit um zu finishen? Auf jeden Fall ist die Zeit reichlich bemessen, es sei denn, man möchte eine Startzeit früh am Morgen, dann verschiebt sich die Zielzeit nicht nach hinten. Punkt 12:00 des Folgetags muss man im Ziel sein. Wie dem auch sei, ich wäre gerne entweder später gestartet, dann ist die Nacht nicht so lang, oder früher, dann schafft man noch ein paar Kilometer bevor es dunkel wird.

Wir gingen also gen 23 Uhr an den Start, nachdem wir auf einem nahegelegenen Campingplatz Quartier bezogen hatten und unsere Räder equipped waren. Zum Rad gibt es einige Vorschriften, was erlaubt ist und was nicht. Im Groben beschränkt es sich jedoch auf Beleuchtung und Reflektoren, die angebracht sein müssen. Für unsere Rennräder hatten wir eine praktische Lösung, denn Reflektoren hatten unsere Lampe nicht und so behalfen wir uns mit ein wenig Klebe-Reflektor-Band, was absolut ausreichend war. Ansonsten waren wir mit minimalem Gepäck unterwegs, denn außer Bekleidung und Ersatzschlauch/Pumpe benötigt man nicht viel. Verpflegung gibt es unterwegs reichlich. Dazu später mehr…

Start

Wir gingen also an den Start und rollten die ersten Kilometer in großer Gruppe mit. Angeführt von zwei meiner besten Freunde machten wir ordentlich Tempo. Durch die dunkle Nacht (ja, auch wenn das Event zu Midsommar, also der kürzesten Nacht des Jahres stattfindet ist es ziemlich lange ziemlich dunkel) zogen sich lange Schlangen roter Lichter vor uns. Ein klasse Anblick.

25.000 Menschen fahren mit

Die erste Kontrolle kommt schon nach 47km, und wie an allen nachfolgenden Kontrollstellen gibt es mindestens Blaubeersuppe, Zimtbrötchen, Kaffee, Wasser/Iso-Getränk und je nach Station noch weiteres Essen. Wir hielten uns nicht lange auf, verpassten aber im Getümmel einen Teil unserer Gruppe, ich fuhr mit Timon gemeinsam weiter. Durch die 25.000 Menschen, es ist die größte Radsportveranstaltung Europas (!!!) ist man ohnehin nie alleine unterwegs, von daher findet man bei jedem Tempo ein Hinterrad oder plaudernde Mitfahrer. Die sind übrigens auf allen Gefährten unterwegs. Ein Hollandrad mit Stereoanlage im Lenkerkorb und Fahrer in Hot-Pants-Jeans war das skurillste in Sachen Mitfahrer.

Die nächsten Kilometer verschwimmen in meiner Erinnerung etwas, sehr eindrucksvoll war jedoch das reichliche Essen. Im Morgengrauen, der erstaunlich spät für die kürzeste Nacht des Jahres kam, aßen Timon und ich Kotbullar mit Kartoffelbrei und Preiselbeeren und gen frühen Vormittag gab es in einem ehemaligen Militär Fort echte Lasagne. Die Kontrollstellen sind circa jeweils 20-40 Kilometer auseinander, man kann also entspannt von Essen zu Essen fahren!

Essen und Landschaft überraschten

Als weiterer Eindruck ist natürlich die Landschaft bei mir hängen geblieben. Die Strecke führt durch ewige Wälder, immer ist man umgeben von Radfahrern, die ihre Fahrt genießen. Ebenfalls sehr klar ist meine Erinnerung an eine kalte Nacht. In den Jahren zuvor war das Wetter meist schlecht, dass es viel geregnet hat, das war 2013 zum Glück nicht der Fall. Allerdings waren es nachts circa 10 Grad. Ich bin mit dicken Winterhandschuhen an den Start gegangen und erinnere mich, dass ich diese am Morgen und in der Dämmerung mehrfach auszog wenn die Strecke in der Sonne verlief und auch mehrfach wieder anzog, weil es einfach zu kalt war.

Eine weitere Überraschung war das Profil, irgendwie hatte ich es im Vorfeld abgespeichert, dass eine Runde um einen See ja wohl flach wie ein Topfboden verlaufen würde. Dem war nicht so. Es ging eigentlich ständig leicht bergauf oder bergab, nicht dramatisch viel, aber wenn man erwartet, dass alles flach ist, ist das doch eine Überraschung.


Gen Mittag erreichten wir die letzte Kontrolle und von dort ging es immer noch ein ganzes Stück zurück zum Startort in Motala. Dort pulsiert das Leben während der Vätternrundan. Die gesamte Stadt ist ausgeschildert und man findet sich in dem kleinen Städtchen schnell zurecht. Überall sind Radfahrer, was die Aufregung noch weiter steigert…

Nachdem meine Vätternrundan 2013 so beiendruckend war, haben wir uns im Herbst 2016 kurzentschlossen nochmal für 2017 angemeldet. Ich freue mich auf die Wiederholung des Events und bin gespannt! Bis dahin liegen allerdings noch einige Trainingskilometer vor mir… Darüber werde ich hier und auf meinem Blog regelmäßig berichten…

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Fahrrad kaufen Mountainbiken Radfahren Rennrad fahren Touren fahren

Die richtige Sattelhöhe beim Radfahren

Sitzposition und Sattelhöhe einstellen

Wenn der Fuß korrekt am Pedal steht (am Ballen) und das Pedal ganz unten ist, soll das Bein leicht angewinkelt sein. Nicht durchgestreckt.

Das Becken und der Oberkörper sollen beim Treten ganz ruhig bleiben. Wenn die Hüfte nach unten knicken muss, um das Pedal zu erreichen, dann ist der Sattel zu hoch.

Häufiger Fehler – Sattel ist zu niedrig

Sehr oft ist der Sattel jedoch zu weit unten. Dadurch ist ein runder, effizienter Tritt nicht möglich und es kann zu Knieproblemen kommen.

Position des Knies

Sind die Pedale in waagrechter Position soll das Knie direkt oberhalb der Fußballen / Cleats sein mit denen man am Pedal steht.
Beim Rennrad: wenn die Hände am Unterlenker sind und das Pedal horizontal in Vorderstellung ist, darf der Ellenbogen das Knie fast berühren.

Bike Fitting

Wer es ganz genau machen will oder Probleme mit der Sitzposition hat, kann zu einem Bike Fitting gehen. Dabei werden Rad und Körperposition analysiert und von Profis eingestellt. Manchmal reichen ein kürzerer Vorbau, andere Griffe oder leichte Veränderungen am Rad, um das Fahren angenehmer und effizienter zu machen.

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Radfahren Rennrad fahren

Bahnradfahren getestet. Mein Erfahrungsbericht aus dem Velodrom.

Zum ersten Mal auf einem Bahnrad

An einem Samstag im Oktober, um zehn Uhr vormittag ist es soweit. Zehn Bahnrad Neulinge stehen vor dem Sportlereingang des Ferry Dusika Stadions und warten leicht frierend auf Einlass. Florian Posch, der Organisator des Schnuppertrainings auf der Bahn öffnet die Tür und fragt, ob wir nicht lieber hereinkommen wollen. Das fängt gut an. Nervöse Novizen und ein Trainer mit Schmäh. I like.

Die Rad-Bahn, das unbekannte Wesen

Im Inneren des Dusika Stadions wird geschraubt und geräumt. Die Anlagen für Turnwettbewerbe werden aufgebaut. Ein kleiner Hubstapler fährt im Inneren der Bahn herum bis ich realisiere, dass die Bahn auf einer Seite offen ist. Irgendwie müssen die Gegenstände im Inneren der Halle rein und raus. Dazu lässt sich ein Teil der Bahn nach oben schieben. Wäre ungünstig, jetzt mit dem Rad zu fahren.

Reinhard Bscherer

Florian nützt die Zeit und gibt uns erste Instruktionen. Jede*r holt sich aus dem Keller unter der Bahn ein Leih-Rad. Wir montieren unsere mitgebrachten Rennrad-Pedale. Ich teste den Sitz der Pedale und klicke mit dem rechten Fuß ein und merke: oha, da ist aber etwas gewaltig anders. Das Bahnrad hat keinen Leerlauf, sondern eine fixe Übersetzung. Und: es hat keine Bremsen. Man kann nur langsamer werden, indem man den Tritt verändert. Langsamer treten ist angesagt. Die zweite Möglichkeit ist auf der Bahn nach oben zu fahren. Aber, the hell: wenn ich wieder nach unten will, werde ich ja erst recht wieder schneller. Meine anfängliche Nervösität kippt leicht in Richtung großem Respekt.

Fakten schützen vorm Stürzen nicht

Die Eckdaten: die Bahn ist 250 Meter lang, hat eine 45 Grad Neigung in der Steilkurve, die Mindestgeschwindigkeit, die Du fahren musst, um nicht den Halt zu verlieren ist 28 km/h besser zwischen 30 – 35 km/h. Die Kurve ist an allen Stellen 45 Grad steil. Das heisst, es ist egal, ob Du weiter oben oder unten fährst. Du brauchst die gleiche Durschnittsgeschwindigkeit, um nicht nach unten zu stürzen. Und das stürzen tut überall gleich weh.

Die Bahn wird unten von einer schwarzen Linie begrenzt. Wer darunter fährt ist quasi außerhalb, in einer Art Ausweichzone. Im Inneren ist das Holz flach. Das ist auch gut so, denn ansonsten wäre auf- und absteigen nicht möglich. Wer in der Steilkurve mit dem linken Bein absteigt, fällt ins Leere. Nach der schwarzen Begrenzung folgt eine rote und eine blaue Linie. Diese Linien geben vor, wer wo überholen darf. Wenn jemand zum Beispiel unter der roten Linie fährt, darf er/sie nur oberhalb und nicht links davon überholt werden.

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Als ich das Radfahren neu lernte

Die erste Übung ist das Anfahren und Stehenbleiben. Wer keine Fixie-Erfahrung hat, kommt sich vor wie der erste Mensch auf einem Rad. Ich fühlte mich jedenfalls wie am Anfang meiner Mountainbike Zeit als ich das Fahren mit Klickpedalen gelernt habe. Im Kopf rattert es. Meine Gedanken wechseln zwischen „Das darf ja nicht wahr sein, wieso fällt mir das so schwer?!“ zu „Bitte! Wieso komme ich jetzt nicht mehr in meine Klickpedale rein?“ zu „Beruhig‘ dich, du hast das schon 1.000 Mal gemacht.“ Ja, wenn es mich beim Radfahren krist, dann rede ich mit mir selbst. Der Schluss daraus: wer Bahnrad fahren will, sollte mit Klickpedalen gut vertraut sein. Mit starrer Übersetzung fahren, ist alleine schon Herausforderung genug.

Als die drei Frauen inkl. meiner einer und die sieben Herren das Auf- und Absteigen halbwegs sicher präsentierten, nahm uns Florian mit auf die ersten Runden, die Bahn „fühlen“. Wie er sagte, ist beim Bahnrad fahren viel Gefühlssache. Und das stimmt. Abstände und Geschwindigkeiten einschätzen, lernen wie sich das Rad auf der Bahn verhält, wo man automatisch durch die Neigung schneller wird, wieviel Kraft Du brauchst bis Du am oberen Ende der Bahn fährst – das sind Dinge, die kann man nicht durch Zusehen oder Erzählung lernen. Die muss man Tun und Fühlen.

Reinhard Bscherer

Also gingen wir auf die ersten Runden im Flachen. In der Aufwärmzone. Und da stürmen die Gedanken wieder los: „Ach, so ist das also auf dem Holz.“, „Werden meine Pedale in der Kurve auf der Innenseite den Boden berühren?“, „Wie soll ich jetzt stehenbleiben?“, „Wird der vor mir jetzt langsamer, was macht der da?!!“, „Puh, ist ja mal noch gut gegangen!“

Blanke Nerven auf blankem Holz

Die Ersten wagen sich auf die Bahn, oberhalb der schwarzen Linie. „Unterhalb der schwarzen Linie fahren wir nicht“, hat Florian gesagt. Mein Kopf spricht: „Na geh, muss das jetzt sein?“ Aus meinem eigenen Blickwinkel wird mir plötzlich die Leistung der 10jährigen Esther beim Bahnrad Grand Prix zwei Tage zuvor bewusst. Ist ja irre wie die Kleine das meistert. Und sie fährt 12 Runden auf der 45 Grad Neigung.

Kann ja nicht sein, dass ich nicht kann, was eine 10jährige kann. Also mal rauf oberhalb der schwarzen Linie. Schneller werden, die erste Kurve kommt. Oh, oh, oh. Ok, das geht. Ok, ich rutsche nicht aus. Wie komme ich jetzt wieder von der Bahn runter? Ohne Bremsen. Langsamer treten. Ja, nicht aufhören, rund treten. Puh, schnauf. Geschafft. Nächster Versuch. Schneller werden. Rauf auf die Bahn. Den anderen nach. Wenn die nicht runterfallen, kann ich auch nicht runterfallen. Nicht hinunter schauen. Florian hat gesagt, nicht lenken. Immer geradeaus fahren. Nicht lenken in der Kurve und nicht reinlegen. Das ist anders als beim Mountainbiken und Motorrad fahren. Aufrecht bleiben. Puh, ich bin oberhalb der roten Linie. Wah, wer überholt mich da rechts. Ist das arg. Wieso ist der so schnell? Boah, mein Puls ist sicher über 160. Ist das anstrengend. Nicht langsamer werden, nicht langsamer werden.

Reinhard Bscherer

Nach cirka 10 Minuten machen wir eine Pause. Die Gesichter sind leicht unentspannt, neugierig und so Mancher sagt: „Hätte mir nicht gedacht, dass das so anstrengend ist.“ Yes. Vor allem ist es anstrengend, wenn es nicht gelingt sich in den Windschatten der Schnelleren zu hängen.

Mit dem Profi unterwegs

Ein Überraschungsgast wird angekündigt. Es ist Andreas Müller, Vize-Weltmeister auf der Bahn im Jahr 2013 und auch sonst – ich würde mal sagen, ein ziemlicher Profi am Rad. Am Vortag hatte er den Grand Prix im Madison gemeinsam mit Andreas Graf gewonnen. Er sollte sich also auf der Bahn ein bisschen besser auskennen als wir. Der richtige Mann, um sich ans Hinterrad zu kleben, um zu lernen. Florian half mir freundlicherweise ans Hinterrad ran und ich durfte ein paar Runden lang hinter dem Europameister herzappeln. Flo und er unterhielten sich entspannt, während ich und ein Kollege hinter ihnen her-rasten, die Lenker verkrampft festhaltend und ich hoffend, dass Kollege von oberhalb nicht auf mich hinunter stürzt. Es war wie in einem Videospiel. Bloß, dass ich mittendrin war. Das Surren der Räder, die permanente Anspannung im Kopf, wenigstens war es im Windschatten nicht so anstrengend die hohe Geschwindigkeit zu halten, sodass Kollege oberhalb und ich während des Fahrens sogar ein paar Worte wechselten. Es gefiel uns beiden total gut. Aber ich weiß nicht, wer er war, denn ich wagte nicht in der Kurve meinen Kopf zu ihm zu drehen.

Die Queens and Kings of the Bahn

Plötzlich waren wir eine richtige Gruppe. Vorne die beiden Profis und hinten die Neulinge. Ein grandioses Gefühl. Wir fuhren fast so als ob wir es schon lange könnten. Mit Wegschwenken, also nach außen zurückfallen lassen, sodass die Nächsten die Führung übernehmen. Es wird enger gefahren als auf der Straße. Zumindest ist es mir so vorgekommen. Vielleicht ist es auch das Gefühl auf der Bahn. Ohne Bremsen am Rad so knapp aneinander zu kleben, ist eine geistige Herausforderung. Dabei musst Du hoch konzentriert sein, die ganze Zeit. Sonst gefährdest Du Dich und die anderen.

Reinhard Bscherer

Die Vordermänner schwenken weg. Kollege oberhalb und ich sind ganz vorne. Nach ein paar Runden geht mir die Luft aus. Ich lasse mich zurückfallen und fahre noch ein paar Runden im Flachen zum Ausrollen. Irgendwie würde ich noch gern weiterfahren, merke aber, dass ich müde bin. Müdigkeit macht Fehler. In dem Moment vergesse ich, dass ich in einen starren Antrieb trete und das Hinterrad geht sofort in die Luft. Glücklicherweise korrigierte ich sofort und es ist nichts passiert. Das war ein klares Signal: für Heute ist Schluss.

Glückliche Gesichter. Ein paar wollten gar nicht aufhören und fuhren alleine noch eine halbe Stunde weiter. Der Teilnehmer, der in der Mitte des Trainings meinte, das sei nichts für ihn, sagte, er komme wieder. Was Adrenalin so alles bewirkt. Und ich? Ja, ich will das definitiv wieder machen. Ein Bahnrad zu haben wäre fein, leider ist die Sparbüchse noch nicht voll genug.

Was Bahnradfahren kostet

Florians Tipp für Alle, die öfter auf der Bahn trainieren wollen: ab rund 1.500.- Euro ist man mit einem wirklich guten Rad mit steifem Rahmen dabei. So ein Rad kann sicher 10 Jahre gefahren werden. Bei Florian gibt es übrigens super Bahnräder im Shop. Er verkauft sie sogar.

Um die Radbahn benützen zu dürfen, braucht man eine Trainingslizenz des österreichischen Radsportverbandes und eine Zutrittskarte für das Stadion. Das kommt gesamt auf cirka 110.- Euro im Jahr (wenn ich mich richtig erinnere). Die Zutrittskarte funktioniert mit einem Punktesystem wie früher beim Skilift. Unverbrauchte Punkte kann man ins nächste Kalenderjahr mitnehmen. Die Trainingslizenz muss jeden 1.1. erneuert werden.

Informationen dazu und weitere Bahnrad Schnuppertrainings in Wien gibt es bei POSHcycling und wie ich gehört habe bei Bernhard Kohl. Organisator der Kohl Trainings war früher wer: Florian Posch als er noch im Kohl Shop arbeitete.

Wie ist es Dir ergangen als Du zum erste Mal auf der Bahn gefahren bist? Du würdest gerne mal fahren? Schreibe einen Kommentar oder per Kontakt eine Mail an mich. Ich würde gern mit Dir/Euch nochmal fahren.

PS: Florian und ich sind nicht verwandt oder verschwägert. Zumindest weiß ich nichts davon. Bis zum Schnuppertraining habe ich ihn nicht gekannt. Ich sah seine Ankündigung und den Namen seines Ladens „POSHcycling“ und wusste, da will ich mitmachen.

Fotos: Reinhard Bscherer.

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Radfahren Rennrad fahren

Checkliste für die Teilnahme an einem Rennrad-Rennen

Zum Abschluss der Artikelserie gibt es noch die Checkliste für das Rennrad-Rennen. Alle wichtigen Tipps sind zusammengefasst und zeitlich geordnet. Eine Packliste für die Rennrad Ausrüstung findest Du ebenfalls hier.

Teil 6 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Vorbereitungen in den Monaten vor dem Rennen

  • Rennen und Strecke aussuchen
  • Mindestdurchschnittsgeschwindigkeit prüfen
  • Start: alleine oder mit Freund*innen
  • Absichern bei Solostart
  • Regelmäßiges Training
  • Radpartnerin / Rennrad-Gruppe suchen
  • Sicheres Verhalten beim Rennen trainieren
  • Anreise und Hotel (Fahrradmitnahme ins Zimmer?) checken

Ein paar Wochen vor dem Rennen

  • Fahrrad checken – nochmal zur Werkstatt?
  • GPX Strecke genauer studieren
  • Strecke auf Navi oder Smartphone laden

Zum Rennen mitnehmen

Packliste Rennrad-Rennen

  • kurze / lange Radhose
  • Untertrikot
  • Trikot
  • Ärmlinge
  • Socken
  • Wind/Regenjacke
  • Schuhe
  • Handschuhe
  • Brille
  • Helm
  • Kappe / Tuch
  • Teilnahmebestätigung ausdrucken
  • Ausweis
  • Höhenprofil ausdrucken
  • kleines Werkzeugset (Schlauch, Reifenheber, Handpumpe, Flickzeug)
  • Standpumpe
  • Tuch/Lappen
  • Navigationsgerät/Pulsmesser und Gurt
  • Kamera
  • Handy
  • Ladegeräte
  • Trinkflaschen mit Iso Pulver
  • Energieriegel / Bananen
  • Frühstück für das Hotel – sofern kein Frühstück möglich.

Am Tag vor dem Rennen

  • Lokaler Check – Lage des Startblocks, Akkreditierung
  • Mit Ausweis und Teilnahmebestätigung zur Abholung der Startunterlagen
  • Verpflegung einkaufen
  • Höhenprofil auf das Rad kleben
  • Startnummer auf Trikot geben
  • Transponder auf Rad montieren
  • Navi und Smartphone laden
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Fahrtechnik Radfahren Rennrad fahren Sicherheit

Tipps für ein sicheres Rennrad-Rennen

Neben den Signalen und Handzeichen für das Rennrad fahren im Peloton gibt es hier weitere Tipps für Deine Taktik beim Rennrad-Rennen. Manch kleiner Hinweis macht einen großen Unterschied aus. Wie zum Beispiel die Idee, Deine Energieriegel bereits vor dem Start zu öffnen. Auch das trägt zu Deiner Schnelligkeit und Sicherheit bei.

Teil 5 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Verhalten während des Rennens

Gruppen fahren will geübt sein. Mein Tipp daher: suche Dir vor einem Rennen eine Gruppe, um das Fahren im Pulk zu trainieren. Dort kannst Du die allgemein anerkannte Regeln und Gefahrenzeichen aus dem vorigen Kapitel lernen.

Verpflegung während des Rennens

In der Ausschreibung findest Du Hinweise auf Anzahl und Standorte der Verpflegungsstellen. Bei längeren Strecken gibt es üblicherweise mindestens eine Labestelle. Ich nehme immer zwei 0,75 L Flaschen mit isotonischem Getränk und vier Energieriegel mit. Alles weitere hole ich bei der Verpflegungsstation. Beim Velothon in Berlin bin ich ohne Pause durchgefahren.
Vor dem Start öffne ich die Verpackung der Energieriegel, dann entfällt das gefährliche Herumfummeln während der Fahrt.

Renntaktik für Entspannte


Ich bin ehrgeizig. Doch alles mit Maß und Ziel. Ich habe schon genug Sportunfälle hinter mir, sodass ich meine Gesundheit nicht riskiere. Aus dieser Perspektive sind meine Tipps zu betrachten.
Suche Dir eine Gruppe, die etwa den gleichen Schnitt fährt wie Du. Ich stelle mich bei Rennradrennen dazu immer in den Frauenstartblock.

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Auf der BIKESISTERS Radpartnerinnen-Karte findest Du Frauen, die Mitfahrerinnen für gemeinsame Ausfahrten suchen.
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Der Frauenstartblock hat mehrere Vorteile:

  • Gleichmäßigeres Fahren,
  • wenig bis gar nicht aggressiv,
  • es sind nette Unterhaltungen möglich.
  • Man wird in der Anfangsphase des Rennens nicht von den Männern überrollt.

Häng‘ Dich in den Windschatten, wenn möglich mach‘ Dich bemerkbar, damit die vordere Person weiß, dass Du am Hinterrad klebst. Am sportlichsten ist es, wenn ihr euch abwechselt bzw. Du fragst, ob Du Dich anhängen kannst. Beim Velothon und beim Cyclassics in Hamburg waren eigene “Safer Cycling Guides” unterwegs, deren Aufgabe es war, nicht nur für Sicherheit durch Anwesenheit zu sorgen, sondern Dich auch im Windschatten fahren zu lassen. Wenn Du eine Gruppe gefunden hast, die Rennerfahrung hat, werden alle abwechselnd führen. Ich hatte einmal das Glück, dass zwei Frauen vor mir gefahren sind, genau im passenden Tempo und die beiden wollten auch die Führung nicht abgeben. Hinter ihnen bildete sich eine große Traube Menschen, da sie so ein gutes gleichmäßiges Tempo gefahren sind.

Sieh‘ zu, dass Du Dich vor Kreuzungen, Engstellen und Kurven in eine sichere Position bringst. Soweit das möglich ist. Denn es bilden sich immer Pulks von Leuten. Schau‘, dass neben, vor und hinter Dir möglichst niemand fährt oder in einem guten Abstand ist. In der Kurve bleib auf Deiner Linie. Nicht während des Abbiegens nach links oder rechts ausschwenken. Die anderen rund um Dich herum rechnen damit, dass Du Deine Kurvenlinie durchfährst.

Wie heisst es so schön? Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. In diesem Sinne, wünsche ich viel Spaß beim Rennen!

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