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Rennrad kaufen für EinsteigerInnen

Aller Anfang ist schwer. Das ist falsch finde ich. Mit ein bisschen Interesse ist der Rennrad Kauf keine große Kunst. Lass‘ Dich nicht von den vielen Werbeprospekten und Möglichkeiten und den Meinungen der „Experten“ verwirren.

Was du wissen musst:

Rahmengröße Rennrad

Das Wichtigste ist die richtige Rahmengröße. Die Fahrrad Hersteller haben meistens Tabellen mit Maßangaben, für welche Bein- und Armlänge ihre Räder passen. Messe dich aus und anhand der Daten lasse dir ein paar Modelle zum Testen geben. Es gibt Fahrradläden bei denen kannst du dir ein Rennrad für eine längere Fahrt ausborgen. Oder du leihst dir ein Rad auf listnride oder du hast Freunde, die ein Rennrad besitzen – frag doch mal, ob du eine kleine Runde damit drehen darfst.

Rennrad Gewicht

Das Rennrad sollte nicht zu schwer sein. Wobei hier nicht nur das Gewicht des Rahmens eine Rolle spielt, sondern vor allem die Laufräder. Je leichter die Laufräder an ihren Außenrändern sind, desto besser rollt das Rad durch die Drehenergie. Gesamt – je leichter desto besser. Aber auch teurer.

Gebrauchtes Fahrrad kaufen ja oder nein? Hole Dir die praktische Checkliste zum Ausdrucken.

Man könnte eine ganze Doktorarbeit über den Kauf des optimalen Rennrads schreiben. Es gibt so viele verschiedene Hersteller und Kombinationsmöglichkeiten, dass man am Ende des Tages fast nicht mehr weiß, was man will. Es ist eine sehr persönliche Entscheidung, in der letztenendes manchmal die Farbe und die Schönheit, die im Auge des Betrachters liegt, entscheidet.

Wichtig: wenn möglich, mache eine Probefahrt. Wenn du nicht weißt, ob du wirklich ein/e Rennradfahrer/in sein willst, kauf‘ dir ein gebrauchtes Rad oder unternimm‘ ein paar Touren mit einem Leihrad.

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Fahrrad kaufen Mountainbiken Radfahren

Ein günstiges Mountainbike für Einsteiger – Testbericht

Das Rockrider 520 Mountainbike von B’twin ist eine gute Investition für EinsteigerInnen. Man bekommt ein stylishes Bike mit dem der nächste Wald und Gelände entdeckt werden können. Wer viele, lange und härtere Trails fahren will, sollte sich um ein Fully und in einer höheren Preiskategorie umsehen.

[Anzeige] Hinweis: Das Fahrrad wurde zum Test unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Dies beeinflußt den Bericht jedoch in keiner Weise.

Das Rockrider 520 von B’twin im Test

Das Rockrider 520 ist ein Hardtail mit einer 80mm Federgabel, die Unebenheiten am Boden gut abfedert. Es hat 27,5 Zoll Reifen, dieses Maß ist mittlerweile fast Standard bei Mountainbikes. Bis vor ein paar Jahren fuhr man 26 Zoll, heute gibt es auch 29 Zoll Laufräder. Die 27,5 Zoll Räder sorgen im Gegensatz zu den 26 Zoll für größere Laufruhe.

Rockrider 520 bei Decathlon ansehen

Design

Mir gefällt das Design des Rades. Es ist in 4 verschiedenen Farben zu bekommen. Das dunkle Grau meines Testrades mit den blauen und weißen Farbtupfern macht einen schnellen Eindruck. Der Rahmen, Lenker und Sattelstütze sind aus Aluminium.

Fahrgefühl

Der Vorbau kann um bis zu 3cm erhöht werden, das ist wichtig, um die eigene richtige Sitzposition zu finden. Durch das niedrige Tretlager kommt man mit den Füßen gut auf den Boden und das Rad läuft gut um die Kurven. In leichtem Gelände und steileren Passagen rollt das Rad flüssig dahin, die Bremsen machen zuverlässig ihre Arbeit.

Die 80mm Federgabel kann auf das Gewicht des Fahrers oder der Fahrerin zwischen 55 und 105kg abgestimmt werden. Durch die mechanische Feder und den Endanschlag aus Elastomer ist die Gabel fast wartungsfrei.

Schaltung

Bei der Schaltung setzt man auf den Hersteller SRAM. Vorne gibt es ein Dreifachkettenblatt und hinten das X3 Schaltwerk mit 8 Ritzeln. Die 24 Gänge werden am Lenker mit dem SRAM X4 Schalthebeln mit Ganganzeige gewechselt.
SRAM X3 Schaltwerk - Rockrider 520

Bremsen

Wer viel schaltet, bremst auch oft. Diese Arbeit verrichten vorne und hinten mechanische Hayes MX5-Scheibenbremsen mit 160mm Durchmesser. Sie bremsen auch bei Nässe und Schlamm gut.
Lenker Bremshebel

Sattel

Der Sattel ist neben dem Rahmen und dem Lenker, die wichtigste Stelle zwischen Körper und Rad. Mit dem Ergofit Evo Sattel hatte ich keinerlei Po-Probleme. Um die optimale Sitzposition zu finden, ist es wichtig, dass die Sattelstütze weit heraus- und hineingeschoben werden kann. In der Rahmengröße M konnten ich – mit einer Körpergröße von 1,70m – und eine Freundin – sie ist 1,60m groß – gut mit dem Rad fahren. (Bei einer Körpergröße bis 1,65m sollte aber das S Modell gewählt werden).
Ergofit Evo Satttel

Zusammenbau

Das Rad wird mit Bärentatzen-Pedalen geliefert. Eine Klingel und Reflektoren ergänzen das Set. Der Zusammenbau ist leicht, da nur der Lenker gerade gestellt und die Pedale montiert werden müssen. Eine Anleitung und das notwendige Werkzeug dafür werden mitgeliefert.
Rockrider 520 im Gelände

Nachteil: das Rad ist mit 14,5 kg im Hinblick auf die angebauten Komponenten relativ schwer, was gegen einen intensiven Einsatz am Berg spricht. Wer also viele Höhenmeter auf einmal hinauf und hinunter bezwingen möchte, sollte andere Modelle in Betracht ziehen.

Fazit

Daher mein Fazit: wer ab und an mit einem Mountainbike ins Gelände will, um sportliche Touren auf Schotter, Asphalt und im Wald zu fahren, ist mit dem Rockrider 520 sehr gut beraten. Zum Preis von nur € 299,99.- bekommt man ein solides Stück Technik mit lebenslanger Garantie auf Rahmen, Lenker und Vorbau. Alle anderen, die vielleicht schon wissen, dass aus ihnen ambitionierte MountainbikerInnen werden, sollten sich um ein anderes Modell umsehen.

Auf der Decathlon Webseite gibt es eine Größenhilfe (erscheint, wenn du auf „Auswählen“ klickst), die dir anhand deiner Körpergröße sagt, welche Rahmengröße du nehmen sollst. In den Decathlon Filialen kannst du dir das Rad auch ansehen.


Rockrider 520 bei Decathlon ansehen

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Fitness & Ausrüstung Kleidung Radfahren

Die optimale Fahrrad-Bekleidung für jede Jahreszeit

Als ich mit dem Mountainbiken und ein paar Jahre später mit dem Rennradfahren anfing, hatte ich keine Ahnung, welche Bekleidung man trägt und mein Kleiderschrank beinhaltete nur Lauf- und Trainingsklamotten. Im Lauf der Zeit kamen immer mehr Teile dazu. Zuerst hatte ich nur Ausstattung für den Sommer. Also kurze Hosen, Trikots. Je mehr ich fuhr und vor allem länger in die kalte Periode hinein, desto mehr Schichten kamen dazu.

Nach einigen Jahren ist die Auswahl meiner Bekleidung fast zur Routine geworden. Einzig in den Umstellungsphasen zwischen den Jahreszeiten muss ich mich daran erinnern, was ich bei den aktuellen Witterungsbedingungen anziehen muss, damit mir weder zu heiß noch zu kalt ist.

Die wichtigsten Kleidungsstücke fürs Radfahren

Das erste Mountainbike oder Rennrad ist gekauft. Jetzt stellt sich die Frage welche Fahrrad-Bekleidung braucht man – und was davon ist am Wichtigsten? Meiner Meinung nach empfiehlt es sich zuerst die Kleidung für jene Stellen zu kaufen, die Körper und Fahrrad miteinander verbinden. Je mehr Freude du am Radfahren entwickelst, desto mehr Teile werden dazukommen.

Mein Frühjahrsoutfit für das Rennradfahren

Die Punkte an denen der Körper das Rad berührt

Fahrradhose mit Sitzpolster

Der erste und wichtigste Kauf für mich ist die Radhose, die mit einem Sitzpolster ausgestattet ist. Ohne so einen Polster wird eine längere Fahrt zur Tortour. Der Polster sollte richtig sitzen und an keiner Stelle scheuern. Mittlerweile gibt es Bekleidungsfirmen, die Pölster speziell für die weibliche Anatomie verkaufen. Anno 1994 als ich mein erstes Mountainbike kaufte, gab es das noch nicht.
Und ja: die Hose wird ohne Unterhose getragen! Nein, das ist nicht unhygienisch, weil die Fahrradhose nach jeder Ausfahrt gewaschen wird. Ich finde eher die Unterhose darunter unhygienisch. Allein beim Gedanken an verschwitzte Baumwolle an meinem Popo fängt meine Haut zu scheuern an. Mir erklären immer wieder Menschen, dass sie sicher nie ohne Unterhose unter der Radhose fahren werden. Wenn sie es dann doch einmal testen, wollen sie nicht mehr wechseln.

Du willst an einem Rennrad Rennen teilnehmen?
Hole Dir den BIKESISTERS Guide "Dein erstes Rennrad-Rennen" (auch wenn es Dein zweites oder drittes Rennen ist).
Mit zeitsparenden Tipps für Organisation, Vorbereitung und Taktik.

Fahrradschuhe

Hier gibt es unzählige Varianten. Beim Rennradfahren werden andere Schuhe getragen als beim Mountainbiken. Rennradschuhe sind leichter und haben eine glatte, sehr harte Sohle. Mit Mountainbike-Schuhen muss man auch laufen können und einen sicheren Tritt haben. Als AusflugsradlerIn muss man keine speziellen Radschuhe kaufen. Wichtig ist allerdings, dass die Sohle der Schuhe möglichst hart ist.
Je nach Saison gibt es Winterradschuhe oder leichte Sommerschuhe. Die sportlicheren FahrerInnen wechseln bald zu Klickpedalen und den dazu passenden Schuhen.

Fahrrad-Handschuhe

Die dritte Stelle an denen Körper und Fahrrad verbunden sind, sind die Hände. Neben dem Kälteschutz sind Fahrradhandschuhe dazu da die Reibung zwischen den Lenkergriffen und der Haut zu verringern und so Schmerzen vorzubeugen. Andererseits schützen sie die Hände bei einem Sturz. Ein Freund von mir wollte keine Handschuhe tragen. Nach seinem ersten Sturz auf einer Schotterstraße ist er aufgestanden, hat seine Handinnenflächen und die darin steckenden Steine gesehen und meinte: „Jetzt weiß ich, warum man Handschuhe trägt.“

Helm

Bei jeder Ausfahrt mit dem Mountainbike oder Rennrad trage ich einen Helm. Das ist selbstverständlich, erreiche ich doch ziemlich hohe Geschwindigkeiten bergbab und beim Mountainbiken bin ich schon öfter im Gemüse gelandet.

Für FreizeitfahrerInnen und AnfängerInnen nicht sofort notwendig, aber bald unverzichtbar

Trikots und Oberbekleidung

Ich trage immer ein Unterziehshirt (neudeutsch Baselayer) unter dem Trikot. Niemals ziehe ich ein Baumwollshirt an. Das wird durch das Schwitzen nass und schwer und scheuert am Körper. Ausserdem trocknet die Baumwolle im Verlauf einer Tour nie, das heisst der Fahrtwind insbesondere wenn es bergab geht, sorgt dafür dass es kalt um die Nieren und den Oberkörper wird. Und für die Herren: bitte nicht mit nacktem Oberkörper fahren. Das ist genauso unpassend wie mit der kurzen Trainigshose und Badeschlapfen ins Büro zu gehen (das ist nur bei Bademeistern in Ordnung). Ausserdem ist es ein Irrglaube, dass der Schweiß auf nacktem Körper nicht entsteht. Man verkühlt sich bloß leichter, weil der Schweiß nicht aufgenommen wird wie bei einem eng anliegenden Funktionsstoff. Die Sonne knallt dann stundenlang direkt auf die Haut und der Körper kann überhitzen, weil man durch den Fahrtwind die wirkliche Hitze nicht spürt. Und einen Grund habe ich noch: Schweiß, der direkt vom Körper des vorderen Fahrers heruntertropft ist ästhetisch nicht gerade ein Hochgenuß.

Ärmlinge

Ich liebe Ärmlinge. Sie sind ideal bei stark wechselnden Temperaturen. Streift man sie ab, hat man ein Kurzarmtrikot an, zieht man sie über wieder Langarm. Das spart Gepäck und macht aus einem Kleidungsstück zwei. Die Ärmlinge gibt es in verschiedenen Stärken, je nach Temperaturen. Es gibt auch ganz leichte Ärmlinge mit UV-Schutz für den Sommer.

Beinlinge

Beinlinge sind das Pendant zu den Ärmlingen. Ich verwende sie nicht so gerne, weil sie oft hinunterrutschen. Lieber ziehe ich eine Dreiviertel/Kniehose an. Bei mehrtägigen Touren, bei denen das Wetter stark wechseln kann, sind sie immer im Rucksack.

Leichte Wind- und Regenjacke

Von Frühjahr bis Herbst ist eine dünne Windjacke meine Begleiterin beim Rennradfahren. Sie passt in die Trikottasche und hat null Gewicht. Ich lasse sie nur an hochsommerlichen Tagen an denen es sicher nicht regnen wird zuhause. Beim Mountainbiken verwende ich dickere Regenjacken, die finden im Rucksack Platz.

Windbreaker

In den Winter hinein braucht man dickere, windabweisende Jacken. Ich verwende oft eine Universaljacke, die zum Wandern oder Laufen genauso geeignet ist.

Überzieher für die Füße

Die Zehen und Füße sind Wind und Wetter genauso ausgesetzt. Ist es nass, sind sie die ersten, wo man es spürt. In der Übergangszeit und im Winter verwendet man Überzieher (oder Winterradschuhe) über den Radschuhen. Sie sind Wind- und Kälteschutz gleichzeitig (es gibt auch Regenüberschuhe).

Fahrradsocken

Natürlich trage ich spezielle Fahrradsocken. Wer nur ab und an eine Ausflugstour fährt, wird mit Laufsocken oder anderen Sportsocken auch ein Auskommen finden.

Die Fahrrad-Kappe für RennradlerInnen

Kappen trage ich nur beim Rennradfahren unter dem Helm. Sie schützen den Kopf vor Sonnenstrahlen und wenn die Sonne tief steht verwende ich den Schirm als Blendschutz. Wenn es kalt ist, trage ich statt der Kappe eine leichte Mütze oder Stirnband aus Funktionsstoff unter dem Helm. Beim Mountainbiken verwende ich nur im Winter Mützen.

Sonnenschutz – ganz wichtig!

Durch den Fahrtwind merkt man nicht wie die Sonne auf die Haut knallt. Daher sollte man sich immer gut mit Sonnenschutz eincremen und dies während der Fahrt immer wiederholen. Ich weiß, Sonnencreme auf Schweiß auftragen fühlt sich ekelhaft an. Aber lieber das, als einen Sonnenbrand. Es gibt auch Ärmlinge und Beinlinge mit UV-Schutz, Menschen mit heller Haut – wie ich – sollten diese tragen. Man ist ja doch stundenlang im Freien unterwegs.

Ergänzend dazu findest Du hier einen Beitrag über Handschuhe und Socken gegen kalte Hände und Füße beim Radfahren.

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Fahrrad kaufen Mountainbiken Radfahren Rennrad fahren Touren fahren

Die richtige Sattelhöhe beim Radfahren

Sitzposition und Sattelhöhe einstellen

Wenn der Fuß korrekt am Pedal steht (am Ballen) und das Pedal ganz unten ist, soll das Bein leicht angewinkelt sein. Nicht durchgestreckt.

Das Becken und der Oberkörper sollen beim Treten ganz ruhig bleiben. Wenn die Hüfte nach unten knicken muss, um das Pedal zu erreichen, dann ist der Sattel zu hoch.

Häufiger Fehler – Sattel ist zu niedrig

Sehr oft ist der Sattel jedoch zu weit unten. Dadurch ist ein runder, effizienter Tritt nicht möglich und es kann zu Knieproblemen kommen.

Position des Knies

Sind die Pedale in waagrechter Position soll das Knie direkt oberhalb der Fußballen / Cleats sein mit denen man am Pedal steht.
Beim Rennrad: wenn die Hände am Unterlenker sind und das Pedal horizontal in Vorderstellung ist, darf der Ellenbogen das Knie fast berühren.

Bike Fitting

Wer es ganz genau machen will oder Probleme mit der Sitzposition hat, kann zu einem Bike Fitting gehen. Dabei werden Rad und Körperposition analysiert und von Profis eingestellt. Manchmal reichen ein kürzerer Vorbau, andere Griffe oder leichte Veränderungen am Rad, um das Fahren angenehmer und effizienter zu machen.

Gebrauchtes Fahrrad kaufen ja oder nein? Hole Dir die praktische Checkliste zum Ausdrucken.
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Radfahren Rennrad fahren

Checkliste für die Teilnahme an einem Rennrad-Rennen

Zum Abschluss der Artikelserie gibt es noch die Checkliste für das Rennrad-Rennen. Alle wichtigen Tipps sind zusammengefasst und zeitlich geordnet. Eine Packliste für die Rennrad Ausrüstung findest Du ebenfalls hier.

Teil 6 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Vorbereitungen in den Monaten vor dem Rennen

  • Rennen und Strecke aussuchen
  • Mindestdurchschnittsgeschwindigkeit prüfen
  • Start: alleine oder mit Freund*innen
  • Absichern bei Solostart
  • Regelmäßiges Training
  • Radpartnerin / Rennrad-Gruppe suchen
  • Sicheres Verhalten beim Rennen trainieren
  • Anreise und Hotel (Fahrradmitnahme ins Zimmer?) checken

Ein paar Wochen vor dem Rennen

  • Fahrrad checken – nochmal zur Werkstatt?
  • GPX Strecke genauer studieren
  • Strecke auf Navi oder Smartphone laden

Zum Rennen mitnehmen

Packliste Rennrad-Rennen

  • kurze / lange Radhose
  • Untertrikot
  • Trikot
  • Ärmlinge
  • Socken
  • Wind/Regenjacke
  • Schuhe
  • Handschuhe
  • Brille
  • Helm
  • Kappe / Tuch
  • Teilnahmebestätigung ausdrucken
  • Ausweis
  • Höhenprofil ausdrucken
  • kleines Werkzeugset (Schlauch, Reifenheber, Handpumpe, Flickzeug)
  • Standpumpe
  • Tuch/Lappen
  • Navigationsgerät/Pulsmesser und Gurt
  • Kamera
  • Handy
  • Ladegeräte
  • Trinkflaschen mit Iso Pulver
  • Energieriegel / Bananen
  • Frühstück für das Hotel – sofern kein Frühstück möglich.

Am Tag vor dem Rennen

  • Lokaler Check – Lage des Startblocks, Akkreditierung
  • Mit Ausweis und Teilnahmebestätigung zur Abholung der Startunterlagen
  • Verpflegung einkaufen
  • Höhenprofil auf das Rad kleben
  • Startnummer auf Trikot geben
  • Transponder auf Rad montieren
  • Navi und Smartphone laden
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Fahrtechnik Radfahren Rennrad fahren Sicherheit

Tipps für ein sicheres Rennrad-Rennen

Neben den Signalen und Handzeichen für das Rennrad fahren im Peloton gibt es hier weitere Tipps für Deine Taktik beim Rennrad-Rennen. Manch kleiner Hinweis macht einen großen Unterschied aus. Wie zum Beispiel die Idee, Deine Energieriegel bereits vor dem Start zu öffnen. Auch das trägt zu Deiner Schnelligkeit und Sicherheit bei.

Teil 5 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Verhalten während des Rennens

Gruppen fahren will geübt sein. Mein Tipp daher: suche Dir vor einem Rennen eine Gruppe, um das Fahren im Pulk zu trainieren. Dort kannst Du die allgemein anerkannte Regeln und Gefahrenzeichen aus dem vorigen Kapitel lernen.

Verpflegung während des Rennens

In der Ausschreibung findest Du Hinweise auf Anzahl und Standorte der Verpflegungsstellen. Bei längeren Strecken gibt es üblicherweise mindestens eine Labestelle. Ich nehme immer zwei 0,75 L Flaschen mit isotonischem Getränk und vier Energieriegel mit. Alles weitere hole ich bei der Verpflegungsstation. Beim Velothon in Berlin bin ich ohne Pause durchgefahren.
Vor dem Start öffne ich die Verpackung der Energieriegel, dann entfällt das gefährliche Herumfummeln während der Fahrt.

Renntaktik für Entspannte


Ich bin ehrgeizig. Doch alles mit Maß und Ziel. Ich habe schon genug Sportunfälle hinter mir, sodass ich meine Gesundheit nicht riskiere. Aus dieser Perspektive sind meine Tipps zu betrachten.
Suche Dir eine Gruppe, die etwa den gleichen Schnitt fährt wie Du. Ich stelle mich bei Rennradrennen dazu immer in den Frauenstartblock.

Du willst nicht immer alleine radfahren und suchst andere Bikerinnen?
Auf der BIKESISTERS Radpartnerinnen-Karte findest Du Frauen, die Mitfahrerinnen für gemeinsame Ausfahrten suchen.
Women only.

Der Frauenstartblock hat mehrere Vorteile:

  • Gleichmäßigeres Fahren,
  • wenig bis gar nicht aggressiv,
  • es sind nette Unterhaltungen möglich.
  • Man wird in der Anfangsphase des Rennens nicht von den Männern überrollt.

Häng‘ Dich in den Windschatten, wenn möglich mach‘ Dich bemerkbar, damit die vordere Person weiß, dass Du am Hinterrad klebst. Am sportlichsten ist es, wenn ihr euch abwechselt bzw. Du fragst, ob Du Dich anhängen kannst. Beim Velothon und beim Cyclassics in Hamburg waren eigene “Safer Cycling Guides” unterwegs, deren Aufgabe es war, nicht nur für Sicherheit durch Anwesenheit zu sorgen, sondern Dich auch im Windschatten fahren zu lassen. Wenn Du eine Gruppe gefunden hast, die Rennerfahrung hat, werden alle abwechselnd führen. Ich hatte einmal das Glück, dass zwei Frauen vor mir gefahren sind, genau im passenden Tempo und die beiden wollten auch die Führung nicht abgeben. Hinter ihnen bildete sich eine große Traube Menschen, da sie so ein gutes gleichmäßiges Tempo gefahren sind.

Sieh‘ zu, dass Du Dich vor Kreuzungen, Engstellen und Kurven in eine sichere Position bringst. Soweit das möglich ist. Denn es bilden sich immer Pulks von Leuten. Schau‘, dass neben, vor und hinter Dir möglichst niemand fährt oder in einem guten Abstand ist. In der Kurve bleib auf Deiner Linie. Nicht während des Abbiegens nach links oder rechts ausschwenken. Die anderen rund um Dich herum rechnen damit, dass Du Deine Kurvenlinie durchfährst.

Wie heisst es so schön? Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. In diesem Sinne, wünsche ich viel Spaß beim Rennen!

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Mit zeitsparenden Tipps für Organisation, Vorbereitung und Taktik.

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Fahrtechnik Radfahren Rennrad fahren Sicherheit

Sicherheit beim Rennradfahren in der Gruppe

Du startest bei einem Rennrad-Rennen mit vielen anderen Teilnehmenden. Es ist Deine Premiere, da Du Anfänger*in bist oder Du warst schon mal dabei, das ist aber schon länger her. In jedem Fall – tolle Sache und super, dass Du so motiviert bist. Es gibt ein paar ganz wichtige Regeln, die beim Rennrad fahren in der Gruppe zu berücksichtigen sind. Die Sicht nach vorne ist durch das Hintereinander fahren beeinträchtigt und die Abstände zueinander sind kurz. Die folgenden Signale dienen der Sicherheit aller Mitfahrenden.

Teil 4 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Handzeichen und Warnsignale beim Gruppen fahren

Wenn Du im Peloton fährst, ist es wichtig, dass Du die Handzeichen, die vor Dir gegeben werden auch weitergibst. Die nächste Person hinter Dir, könnte das Warnsignal nicht gesehen haben. Musst Du gerade in diesem Moment die Hände auf dem Lenker lassen, dann rufe „Achtung“ oder „Halt“. Je nachdem.

In diesem Video siehst Du die verschiedenen Warnzeichen und ihre Bedeutung.

Flache Hand nach oben gestreckt

Handzeichen Rennradfahren gruppe  Halt

Die flache Hand nach oben gestreckt – bedeutet Achtung, Halt, Stehenbleiben!
Wird vor Kreuzungen angezeigt, wenn die Ampel rot ist oder wenn es im Rennen zu einem Stillstand kommt.

Arm und Zeigefinger nach unten

Handzeichen Rennradfahren gruppe Gefahr Strasse

Mit Arm und Zeigefinger nach unten zeigen – bedeutet Achtung, Gefahrenstelle auf der Straße!
Zum Beispiel Gullideckel, Schlagloch, Stein etc.

Flache Hand nach unten

handzeichen rennradfahren gruppe langsamer

Mit der flachen Hand nach unten winken – Tempo rausnehmen und langsamer werden.

Hand hinter dem Körper / Daumen deutet

Handzeichen Rennradfahren gruppe hindernis

Mit der Hand hinter den Körper winken – je nach Handseite und Winkrichtung – Achtung Hindernis!
Wird vor Hindernissen angezeigt, die umfahren werden müssen. Zum Beispiel langsamere Fahrer*innen, Fußgänger*innen, Hindernisse, die auf die Fahrbahn ragen. Wahlweise wird das auch mit dem Daumen angezeigt.

Mit dem Arm links rechts pendeln

Handzeichen Rennradfahren gruppe schienen

Mit der Hand nach unten deuten und nach links und rechts pendeln – bedeutet Achtung Schienen!

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Radfahren Rennrad fahren

Beim Radrennen anmelden und die Teilnahme organisieren

Super! Du hast dich entschieden an einem Radrennen teilzunehmen. Gratuliere! Jetzt geht es zur Anmeldung und den organisatorischen Vorbereitungen. In diesem Artikel habe ich die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Teil 3 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Organisatorische Vorbereitungen

Anmeldung zum Rennen

Startest Du alleine oder im Team? Du musst schon bei der online Anmeldung angeben, in welchem Team Du fährst. Manchmal gibt es Vergünstigungen für die 2. oder 3. Teilnehmerin, also wenn Du eine Freundin motivieren kannst mitzufahren, wird die Anmeldung günstiger.
Oft musst Du Deinen erwarteten Schnitt oder Deine geschätzte Fahrzeit angeben, damit wird Dir Dein Startblock zugewiesen. Wenn es angeboten wird, wähle ich immer aus diesen Gründen den Frauenstartblock.

Training

Nun ist es an der Zeit, Dich körperlich auf das Rennen vorzubereiten. Sieh‘ Dir die Strecke auf der Karte an, wenn Du in der Nähe wohnst, fahre Teilstrecken davon oder sogar die ganze Runde. Nachdem ich nicht fahre, um zu gewinnen – ist auch völlig unrealistisch 😉 – sind meine Ziele: besser als beim letzten Rennen zu sein, das Rennen und die Action darum herum zu genießen sowie und – das vor allem: gesund ins Ziel zu kommen. Ich habe ein paar Stürze bei Rennen gesehen und möchte nie in einen hineingeraten. Darum halte ich mich von besonders ehrgeizigen Personen fern und bremse lieber einmal zuviel als zu wenig.

Fahrrad checken

Ist das Rad in Ordnung? Läuft die Schaltung gut, sind die Bremsen in Ordnung? Wenn nicht, rechtzeitig zur Werkstatt damit.

Ein paar Tage vor dem Rennen

Leicht nervös werden.
Das GPX File auf Google Maps studieren – wo sind die Anstiege, wo die Verpflegungsstellen – einfach um die Strecke und Länge einschätzen zu können. Wer ein Navi besitzt, sollte den GPX Track auf das eigene Gerät oder das Smartphone übertragen. Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand während eines Rennens falsch abbiegt und nicht mehr zur Strecke zurückfindet. Oder Du hast eine Panne – dann bringt Dich der Track wieder zurück.

Die Wettervorhersage checken, je nachdem – bei Schönwetter: Dich freuen oder bei Regen und Windböen: in Panik verfallen 😉 Nein, meistens wird das Wetter besser als vorhergesagt. Zumindest rede ich mir das ein. Je nach Wetterlage und Jahreszeit Kleidung bereitlegen. Nicht vergessen: wer nicht über mehrere renntaugliche Trikots verfügt, rechtzeitig Wäschewaschen planen. Mit nasser Hose fährt es sich nicht so gut.

Ansehen, wo sich die Akkreditierung, die Umkleiden und die Duschen befinden. Wo sind die Startblöcke, wie lange brauchst Du von zu Hause oder Deinem Hotel zum Startblock.

Teilnahmebestätigung ausdrucken
Auch in Zeiten des Internets wollen viele Veranstalter die Teilnahmebestätigung ausgedruckt und deinen Personalausweis sehen.
Bei Strecken mit vielen Steigungen, Höhenprofil ausdrucken.

Anreise von auswärts

Bitte checke vor der Hotelbuchung, ob Du das Rad ins Zimmer mitnehmen darfst oder nicht. Ich habe schon sehr rigorose Hotels erlebt, die es absolut untersagen, das Rad ins Zimmer zu nehmen. Allerdings werde ich dort auch sicher nicht mehr nächtigen. Unbedingt ein Schloss mitnehmen, damit Du Dein Lieblingsteil absperren kannst.

Lappen, Tuch zum Abwischen des Rads, falls es Regen gibt. Das Tuch kann man auch nutzen, um es in die Klemme des Fahrradträgers (am Bus oder Auto) zu stecken, damit der Rahmen nicht zerkratzt wird.

Fahrradpumpe mit der Du acht Bar (soviel habe ich in den Rennrad Reifen) einpumpen kannst einpacken oder falls das nicht möglich ist: meistens gibt es Servicestationen am Start, wo Du Luft in Deine Reifen pumpen kannst. In Hamburg musste ich leider im Kreis herumfahren, weil die Servicestation nicht dort war, wo sie geplant war. Das stresst unnötig.

Am Tag vor dem Rennen

Nervös sein.
Mit Teilnahmebestätigung und Ausweis zur Akkreditierung gehen und das Start Paket abholen. Darin befinden sich neben Werbegeschenken wie Trinkflaschen u.ä., der Transponder und die Startnummer. Zur Befestigung werden Kabelbinder und Sicherheitsnadeln beigelegt.
Das Trikot mit der Startnummer am Rücken versehen. Transponder mit Kabelbindern am Lenker montieren. Abstehende Teile der Kabelbinder kann man abzwicken.
Wenn notwendig, das Höhenprofil gut sichtbar auf das Rad kleben. Für Leute mit Lesebrille – groß ausdrucken 😉
Reifen und Luft kontrollieren. Bremsen kontrollieren. Ersatzschlauch und kl. Werkzeug einpacken.
Navigationsgerät/Pulsmesser, Handy und eventuell Actioncam aufladen.

Verpflegung

Bei den Rennen gibt es in den meisten Fälle mindestens eine Verpflegungsstelle, bei Strecken über 100 km auch mehrere. Dort bekommst Du üblicherweise isotonische Getränke zum Nachfüllen, Wasser, Bananen, manchmal Kuchen.

Direkt vor dem Rennen

Noch nervöser sein.

Getränkeflaschen mit isotonischem Getränk befüllen. Luft in die Reifen pumpen. Energieriegel vor dem Start öffnen (keine Fummelei während des Rennens) und in den Trikottaschen verstauen. Rechtzeitig in den Startblock stellen. Starten.

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Radfahren Rennrad fahren

Vorbereitungen vor einem Radrennen als Hobby-Fahrer*in

In Teil 1 des Ratgebers „Dein (erstes) Rennrad-Rennen“ hast Du die wiederkehrenden Fragen und Zweifel, ob der Teilnahme an einem Rennen geklärt. Nun geht es an die Vorbereitungen. Falls Du Dir noch unschlüssig bist – lies noch Die Teilnahme an einem Radrennen als Hobby-Fahrer*in planen.

Teil 2 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Du stehst vor der Frage, wenn ich teilnehme, was kommt auf mich zu und wie meistere ich das? Die folgenden Zeilen werden Dich dabei unterstützen.

Deine körperliche und mentale Vorbereitung

Suche Dir eine Trainingsgruppe oder Radpartnerinnen

In den großen Städten gibt es Frauen-Gruppen, die sich zusammenfinden, um gemeinsam zu fahren. Teilweise organisiert von Fahrradhändlern, Bike Guides oder von beherzten Frauen, die selbstorganisierte Gruppen starten. Im ländlichen Bereich ist es meist schwieriger Radpartnerinnen zu finden. Trage dich in der BIKESISTERS Radpartnerinnen Börse ein. Vielleicht findest du eine Radpartnerin in deiner Nähe.

Baue Selbstvertrauen auf

Je länger Du mit dem Rennrad unterwegs bist, desto sicherer wirst Du. Jedes Jahr steigt Dein Selbstvertrauen, die Freude an den sicht- und spürbaren Ergebnissen. Wenn Du Dich im ersten Rennradjahr noch nicht traust an einem Rennen teilzunehmen, dann mache es im nächsten Jahr. Du solltest in jedem Fall ein sicheres Gefühl beim Rennradfahren haben.

Schließe eine Vereinbarung mit Dir selbst

Als ich vor 10 Jahren aus gesundheitlichen Gründen intensiver Radfahren wollte, war meine Motivation nicht so verinnerlicht wie jetzt. Ich musste mich damals wirklich überwinden, mich auf das Rad zu setzen. Du kennst das: Du willst Dich bewegen, aber am Sofa ist es doch so gemütlich und draußen sieht es nach Regen aus.

2006 bin ich mein erstes Mountainbike Rennen gefahren. Ich war so nervös und wollte um alles in der Welt nicht Letzte werden. Daher war das Radrennen mein Anlaß regelmäßig Mountainbiken zu gehen. Jahrelang habe ich mindestens ein Mountainbike Rennen im Jahr absolviert, damit ich einen zwingenden Grund (den abschreckenden letzten Platz) hatte, zu trainieren. Mittlerweile macht mir Radfahren soviel Spaß, dass ich diesen äußeren Zwang nicht mehr benötige. Ein Rennen ist aber immer noch Herausforderung, Trainingsgrund und eine willkommene Abwechslung.

Sieh dir die Ausschreibung an

Meistens gibt es eine kurze und eine längere Strecke. Du weißt am besten selbst, welche Strecke Du Dir zutraust. Und nun stecke Dein Ziel ein wenig höher. Vergiß nicht die Höhenmeter der Strecke zu checken. Es ist ein Riesenunterschied, ob Du in Berlin beim Velothon die 117 km Strecke mit 280 Höhenmetern fährst oder die 103 km Strecke beim Eddy Merckx Classic in Salzburg mit rund 1.400 Höhenmeter. Wenn Du jede Woche Runden um die 40 km fährst, kannst Du leicht an einem 60 km Rennen teilnehmen. Orientiere Dich an der Durchschnittsgeschwindigkeit, die Du üblicherweise mit leichter Anstrengung fahren kannst. Wenn Deine weiteste Strecke bisher 80 km waren und Du diese ohne gröbere Schwierigkeiten bewältigst, kannst Du leicht ein 100 km Rennen fahren. Wie gesagt, nicht vergessen die Höhenmeter in Deine Überlegungen einzubeziehen.

Das geforderte Mindesttempo

In der Ausschreibung findest du auch den minimalen Geschwindigkeitsschnitt, den du fahren musst. Lass dich nicht zu sehr davon beeindrucken. Bei meinem ersten Rennen war ich unsicher, ob ich den geforderten Schnitt von 26 km/h über 117 km schaffen würde. Mir war wirklich bang, denn die Langsamen, die diesen Schnitt nicht schaffen, werden aus dem Rennen genommen. Ich war allein unterwegs, d.h. ich wusste nicht, ob ich dann auch wieder zurückfinden würde. Daher habe ich mir in der Vorbereitung den GPX Track auf mein Smartphone gespielt, damit ich zur Not nach Hause finde. In einer guten Gruppe bin ich dann 32,6 km/h im Schnitt gefahren. Viel schneller als ich dachte. Grundsätzlich war ich mir aber sicher, dass ich die 26 km/h im Schnitt schaffen könnte. Doch wenn viel Wind gewesen wäre, dann auch….? Ein bisschen Unsicherheit bleibt immer. Aber das ist auch das Spannende an einer Rennteilnahme.

Geht oder ging es dir ähnlich? Was sind deine Erfahrungen?

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Radfahren Rennrad fahren

Die Teilnahme an einem Radrennen als Hobby-FahrerIn planen

Spiel, Spaß und Spannung, das gibt es nicht nur im Kinder-Überraschungsei, sondern das wollen auch wir Erwachsene gern. Wenn Dir das Rennrad fahren oder Mountainbiken langweilig wird, ist es an der Zeit dich einer neuen Herausforderung zu stellen. Für viele ist das die Teilnahme an einem Radrennen.

Teil 1 der 6 teiligen Serie: Dein (erstes) Rennrad-Rennen

Mir geht es genauso. Ich mag das Gefühl von mir selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Die Anmeldung zu einem Radrennen ist immer eine Art Prüfung vor mir selbst. Eine Vereinbarung regelmäßig zu trainieren und Kondition aufzubauen. Bei Mountainbike Rennen kommt noch der Respekt vor den technischen Schwierigkeiten auf der Strecke dazu. Daher finde ich Rennradrennen entspannter. Allerdings gilt es hier andere Herausforderungen zu meistern.

Aufgrund der Größe der Aufgabe fragen sich viele RadfahrerInnen, „Soll ich als Hobby RadfahrerIn wirklich an einem Radrennen teilnehmen“? Kein Wunder, wie gesagt. Neben der fahrerischen Aufgabe sind es viele organisatorische Fragen, denen Du dich stellen musst. Ich habe mir die Frage auch schon öfters gestellt. Darum kann ich Dir ein paar Gründe nennen, warum Du teilnehmen kannst, nein – die Teilnahme an einem Radrennen sogar eine gute Idee ist.

Radrennen für hobbymäßige RadfahrerInnen

Es gibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu jeder Jahreszeit Radrennen an denen Amateur-RadfahrerInnen ohne Lizenz oder Vereinszugehörigkeit teilnehmen können.

An der Aufgabe wachsen

Du bist mit deinen Zweifeln und Ängsten nicht allein. Neben mir sind noch viele andere – Frauen und Männer, die sich fragen, wie und ob sie ein Radrennen erfolgreich bewältigen sollen.

Überhaupt auf den Gedanken zu kommen, eine Teilnahme in Betracht zu ziehen, zeigt, dass du ein inneres Interesse, einen Wunsch hast. Wenn ich zweifle, frage ich mich manchmal, ob ich denn überhaupt tun will, was Zweifel hervorruft. Aber ohne den Wunsch dahinter, würde ich nicht zu den Zweifeln kommen. Daher will ich es. Vielleicht geht es Dir genauso. Dich reizt die Herausforderung, Deine FreundInnen würden das niemals machen oder im Gegenteil, Du stehst immer nur am Rand und willst auch mal Rennluft schnuppern.

Wiederkehrende Fragen zur Rennteilnahme

Werde ich die Strecke bewältigen?

Realistisch betrachtet ist es doch so, dass Du Dir selbst keine Strecke aussuchen wirst, die nicht bewältigbar scheint. Ausserdem wachsen wir Menschen mit der Aufgabe. Wer ein Ziel hat, ist gegenüber den meisten Menschen schon klar im Vorteil. Da sich viele gar keine Gedanken dazu machen, was sie erreichen wollen. Dann landet man irgendwo und fragt sich vielleicht später, was man mit all der Zeit getan hat, die man im Leben hatte. Bezüglich der Fahrstrecke, die du dir aussuchst: Du weißt schon ganz gut, was du dir selbst zutrauen kannst. Und du wirst dafür trainieren. Dh. stecke dir ein Ziel, das höher ist als du deine Leistungsfähigkeit aktuell einschätzt.

Kann ich die verlangte Mindestdurchschnittsgeschwindigkeit fahren?

Diese Frage hat mich beim ersten Rennradrennen sehr gestresst. Doch ich stellte fest, dass man im Rennen viel schneller unterwegs ist als alleine. Erstens weil es ja ein Rennen ist und zweitens, weil man immer Leute findet, in deren Windschatten man eine zeitlang fahren kann. In der Ergebnisliste von Hamburg habe ich ausserdem gesehen, dass Teilnehmende mit niedrigeren Durschnittsgeschwindigkeiten als der geforderten auch ins Ziel kamen und gewertet wurden. Also keine Angst. Wenn du glaubst, dass deine Leistung im Bereich des Geforderten ist, wirst du sicher schneller sein als du vorher denkst.

Ich bin allein, wie soll ich das organisieren?

Wenn das Rennen in deiner Nähe stattfindet, ist das kein Problem. Du holst dir am Tag vor dem Rennen deine Startunterlagen ab und erscheinst am Renntag rechtzeitig in deinem Startblock. Es gibt immer Radfahrerinnen, die gern ein Gespräch anfangen oder auch alleine sind und daher froh über Gesellschaft. Im Ziel befinden sich fast immer Messestände, Essens- und Getränkestände und volksfestartige Stimmung. Auch wenn du alleine bist, gibt es keinen Grund für ein peinliches Gefühl wie es manchmal auftritt, wenn frau zum Beispiel solo essen geht.

Was tue ich, wenn ich mich verletze oder eine Panne habe?

Ich erzähle immer meinen FreundInnen oder Familie, dass ich an einem Rennen teilnehme. Natürlich ist es angenehmer, wenn man Begleitung organisieren kann. Das geht aber nicht immer. Wenn – unwahrscheinlich – aber doch, etwas passiert, sind immer hilfsbereite Menschen am Rand der Strecke zugegen, die Dir weiterhelfen.
Im allerschlimmsten Fall passiert ein Unfall und Du kannst Dich nicht verständlich machen. In solchen Fällen kann ein Armband mit Deinen Notfall-Daten – wie das Safesport ID Band wichtige Informationen für das Rettungsteam liefern.

Es passieren soviele Unfälle…

Dazu habe ich keine Zahlen, aber passieren kann immer und überall etwas. Bei Radrennen nicht unbedingt mehr. Meine Devise ist defensives und umsichtiges Fahren. Mit dem Rad im täglichen Straßenverkehr sowieso immer und überall. Beim Rennen versuche ich mich aus den großen Pulks herauszuhalten. Besonders wenn die ehrgeizigen und schnellen Männer aus den hinteren Startblöcken nach vorne zischen. Wenn sich das Feld zusammenschiebt und es um ich herum eng wird, vergrößere ich den Abstand zu denen vor mir, damit ich ein wenig mehr Platz zum fahren und bremsen habe.

…und danach

Wenn Du im Ziel ankommst, wirst du dich vermutlich fragen, wie du im Vorfeld nur soviel Respekt haben konntest. Und diese Nervosität. Und diese Zweifel. Du hast Großartiges geschafft und bist über dich hinausgewachsen. Genau das ist es, wozu uns Radfahren bringen kann. Unsere Grenzen zu erweitern.