Tipps für den Gebrauchtradkauf mit Checkliste zum Ausdrucken

Gerade für Anfänger und Einsteigerinnen die ausprobieren möchten, ob sie längerfristig Lust am Radfahren haben, kann der Kauf eines gebrauchten Rades der ideale Anfang sein. Gute neuwertige Rennräder und Mountainbikes sind unter 1.500 – 2.000 Euro nicht zu bekommen. Auch für Citybiker kann ein Gebrauchtrad ideal sein, da der Verlust im Fall eines Diebstahls nicht so groß ist.

Worauf soll ich beim Kauf eines gebrauchten Rades achten?

Bei einem Rad um 50 Euro wird man andere Kriterien anwenden als bei einem höherpreisigen.
Die ersten Fragen sind:

  • wie alt ist das Rad,
  • wieviele Kilometer wurde es gefahren,
  • wie oft wurde ein Service gemacht?
  • Welche Teile sind erneuert, welche seit Anbeginn unverändert?
  • Ist das Rad im Freien oder wettergeschützt aufbewahrt worden?

Unabhängig von der Art des Fahrrades, also Rennrad, gemütliches Ausflugsrad, Stadtflitzer oder Mountainbike gibt es Komponenten auf die immer zu achten ist. Die Herzstücke eines Rades sozusagen, die beim Gebrauchtkauf in Ordnung sein sollten ansonsten kommen unverhältnismäßig teure Reparaturen nach dem Kauf dazu. Dann wird aus dem Schnäppchen eine Geldfalle.

Gebrauchtes Fahrrad kaufen ja oder nein? Hole Dir die praktische Checkliste zum Ausdrucken.

Zuerst sollten Besitzer bzw. Verkäuferin gecheckt werden: Nennt er/sie die Mängel von sich aus? Falls nicht, dann kann jede Kleinigkeit den Preis drücken.

Rahmen

Prüfe den Rahmen auf Risse, Dellen oder Rost. Sobald du fündig wirst, solltest du die Finger von dem Rad lassen.

Lenker

Wenn du den Vorderreifen zwischen deine Beine klemmst und den Lenker nach links und rechts drehst, darf sich der Lenker nicht bewegen. Ansonsten ist er locker. Halte den Rahmen fest und ziehe am Gabelschaft vor und zurück, es darf sich nichts bewegen. Lasse das Rad wieder los, hebe es hoch und bewege den Lenker von links nach rechts – das soll leichtgängig und ohne Widerstand funktionieren.

Räder und Reifen

Wie sieht die Oberfläche der Reifen aus? Sind sie schon sehr abgefahren? Sind sie porös? Am besten ein wenig Luft auslassen und dann zusammenkneifen. So sieht man, ob Risse vorhanden sind. Das Rad drehen und nach kleinen Löchern oder dünnen Stellen suchen.

Die Räder dürfen außerdem nicht eiern oder seitliches Spiel haben. Das bedeutet, wenn man das Rad und die Felge außen anfasst, darf es sich nicht nach links oder rechts bewegen lassen (zb beim Hinterrad: von hinten gesehen). Dann sind die Lager kaputt. Wenn das Rad hochgehoben und ein Reifen gedreht wird, darf es nicht zu schnell von selbst aufhören sich zu drehen.

Mit den Fingern über die Speichen fahren und tasten, ob die Speichen fest sitzen. Die Speichen dürfen nicht locker sein.

Bremsen

Sind die Bremsbeläge abgefahren? Ist die Felgenwand durch viel Bremsen bereits dünn geworden? Bei Scheibenbremsen ist unbedingt auf die Dicke der Scheibe zu achten. Ist ein deutlicher Unterschied zwischen dem Bereich, wo die Bremsbeläge aufsitzen und dem Rest der Scheibe zu sehen?
Teste die Bremsen, wenn sich die Züge nur verzögert bewegen, könnte sich Wasser in den Biegungen der Bremszüge abgelagert haben, dann rosten die Züge und müssen getauscht werden. Bei Scheibenbremsen ein paar Mal im Stehen ziehen und spüren, ob sich der Druckpunkt verändert. Finger weg, wenn sich der Bremshebel bis zum Anschlag durchziehen lässt.

Antrieb – Kurbel, Kette und Ritzel

Die Kurbel dreht sich ohne Widerstand und Geräusche. Durch die Kettenspannung darf sich die Kette nur wenig von den Ritzeln ziehen lassen. Am besten mit einer Kettenlehre die Länge der Kette überprüfen. Die Zähne an den Ritzel müssen spitz sein und nicht abgerundet. Falls man eine neue Kette braucht, kann es leicht sein, dass man dann auch beide Ritzelpakete tauschen muss. Das geht ins Geld.

Schaltung

Es lassen sich alle Gänge leicht schalten.

Anbauteile

Funktionieren die Lichter, die Klingel, sind die Schutzbleche in Ordnung, hat das Rad Reflektoren an den Speichen?

Kaufbeleg bzw. Rechnung

Damit dir kein gestohlenes Rad verkauft wird, sollte dir der Verkäufer eine Rechnung vorweisen können.

Wo kann ich ein gebrauchtes Rad kaufen?

Privat

Am besten ist es natürlich, wenn man den Verkäufer kennt und weiß wie das Rad gepflegt und gefahren wurde. Viele passionierte BikerInnen kaufen sich alle 2-3 Jahre neue Räder. Manche Fahrradliebhaber fahren in dieser Zeit sehr selten – das sind die besten Schnäppchen. Diese findet man oft auf Internetseiten.

Online Plattform

Auf einer Webseite wie willhaben in Österreich oder eBay in Deutschland sind die Angebote riesig. Wenn man den Suchradius auf die eigene Region stellt, ist es möglich sich das Rad anzusehen und eine Probefahrt zu machen. Achte auf aussagekräftige Bilder und gute Beschreibungstexte.

Händler

Auch bei vielen Händlern kann man gebrauchte Räder kaufen. Immer mehr Fahrrad-Shops spezialisieren sich auf das Restaurieren von alten Fahrrädern. Große Schnäppchen wird man hier nicht machen, die Händler haben damit ja auch Arbeit, doch der Vorteil sind die Beratung und, dass man nach dem Kauf wieder in den Laden gehen kann, falls etwas nicht passt.

Checkliste Fahrrad gebraucht kaufen zum Ausdrucken

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